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05.02.2014

16:27 Uhr

US-Künstler

Christo bekommt den Theodor-Heuss-Preis

Die Verhüllung des Reichstages war sein Werk: Nun wird Christo für die „subtile Provokation am monumentalen Objekt“ mit dem Theodor-Heuss-Preis ausgezeichnet. Er habe beim Publikum Denk- und Sichtweisen aufgebrochen.

Hinter einem Modell des verhüllten Reichstags steht das Künstlerehepaar Christo und Jeanne-Claude. Tempelschändung oder Zauberwerk, Spektakel oder Kunstereignis – die Wogen der Erregung gingen hoch, als Christo und Jeanne-Claude am 23. Juni 1995 den Reichstag in Berlin verhüllten. Inzwischen ist sich die Fachwelt einig: Die Reichstagsverhüllung, für die das Künstlerpaar fast ein Vierteljahrhundert bis zum Bundestagsvotum vom Februar 1994 gekämpft hatte, war eines der wohl bedeutendsten Kunstereignisse in Deutschland. dpa

Hinter einem Modell des verhüllten Reichstags steht das Künstlerehepaar Christo und Jeanne-Claude. Tempelschändung oder Zauberwerk, Spektakel oder Kunstereignis – die Wogen der Erregung gingen hoch, als Christo und Jeanne-Claude am 23. Juni 1995 den Reichstag in Berlin verhüllten. Inzwischen ist sich die Fachwelt einig: Die Reichstagsverhüllung, für die das Künstlerpaar fast ein Vierteljahrhundert bis zum Bundestagsvotum vom Februar 1994 gekämpft hatte, war eines der wohl bedeutendsten Kunstereignisse in Deutschland.

StuttgartKnapp 20 Jahre nach seiner spektakulären Verhüllung des Berliner Reichstags wird der US-Künstler Christo (78) in diesem Jahr mit dem Theodor-Heuss-Preis 2014 ausgezeichnet. Die Kunstaktion im Jahr 1995 sei eine „subtile Provokation am monumentalen Objekt“ gewesen und habe beim Publikum Denk- und Sichtweisen aufgebrochen, erklärte die Theodor-Heuss-Stiftung am Mittwoch in Stuttgart zur Begründung. Die Verleihung ist am 12. April.

Nur im jahrelangen Zusammenspiel mit Politikern, Anwälten, Ingenieuren, Bankern, Intellektuellen und engagierten Bürgern hätten Christo und seine 2009 verstorbene Ehefrau Jeanne-Claude das Projekt zum Erfolg geführt. Der Reichstag werde seither als ein Sinnbild für Aufbruch und Neuanfang wahrgenommen, hieß es.

Der Theodor-Heuss-Preis und die ihm ebenbürtigen Theodor-Heuss-Medaillen werden seit 1965 „für Beispiele und Vorbilder demokratischen Verhaltens und freiheitlicher Gestaltung des Zusammenlebens“, wie es auf der Internetseite der Stiftung heißt.

2013 hatte die Stiftung den Grünen-Europapolitiker Daniel Cohn-Bendit ausgezeichnet. Dies war aus Reihen von CDU und FDP wegen früherer Äußerungen Cohn-Bendits über Intimitäten mit Kindern kritisiert worden. Der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Andreas Voßkuhle, hatte seine Festrede für den EU-Parlamentarier abgesagt.

Von

dpa

Kommentare (1)

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werner

11.02.2014, 16:56 Uhr

........aber hoffentlich so verpackt dass keiner den theodor heuss preis sieht

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