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29.07.2011

13:34 Uhr

Viennafair

Wiener Verlustängste

VonNina Schedlmayer

Die Viennafair, Wiens wichtigste Kunstmesse, verschiebt ihren Termin von Mai auf September 2012. Als Grund werden Terminkollisionen auf der Ebene der weltweiten Spitzenmessen genannt.

Hedwig Saxenhuber und Georg Schöllhammer leiten die Viennafair. Quelle: Reed Exhibitions Messe Wien/ C. Husar

Hedwig Saxenhuber und Georg Schöllhammer leiten die Viennafair.

WienFür viele Wiener Galeristen gestaltete sich die Kalenderwoche 19 in diesem Jahr stressig: Neben der Viennafair, der Wiener Messe für Gegenwartskunst, bestritten sie gleichzeitig die Veranstaltung „curated by“ – eine gemeinsam konzipierte Ausstellungsserie der Wiener Galerien – und einige von ihnen zudem die junge Messe „Fruits, Flowers and Clouds“. Nun verlegte die Viennafair ihren Termin, jedoch nicht aufgrund innerstädtischer Terminkollisionen: Da im Mai 2012 die internationalen Big Player Art Basel in Hongkong und die Frieze in New York mit neuen  Messeveranstaltungen an den Start gehen, verschiebt die Messeorganisation den Frühlingstermin.

Der Drive

Die Viennafair wird zwischen 20. und 23. September 2012 stattfinden. Andernfalls wäre, so hieß es, für manche Galerien „die Situation transport- bzw. aufbaulogistisch nicht zu bewältigen“. Die zeitliche Überschneidung hätte, erklärt Hedwig Saxenhuber, die gemeinsam mit Georg Schöllhammer die Messe künstlerisch leitet, zwei Gruppen betroffen. Erstens „einige der Wiener Galerien, die ja bekanntlich sehr reisefreudig sind“ und zweitens „die wirklich guten Galerien aus dem Osten.“ Saxenhuber: „Wir haben mit unseren internationalen Partnern gesprochen und die einhellige Meinung war: Wir halten uns da raus und nutzen den neuen Drive der Viennafair, um das innovative Format weiter zu schärfen. Zudem muss sich dann niemand zerreißen.“

Das Marketing

Da sich die Wiener Messe einzig und allein durch ihren Schwerpunkt auf Zentral- und Südosteuropa von anderen Messen abhebt, ist sie auf die wichtigen Galerien aus Budapest, Bukarest und Belgrad, Sofia und Tirana angewiesen. Und ob diese im Entscheidungsfall zwischen Viennafair und Frieze oder Art Basel die Wiener Messe wählen würden, ist äußerst fraglich. Vielleicht nützt Reed Exhibitions die neuen Messen fürs Selbstmarketing. Schließlich sind die ungleich größeren Konkurrenten im Gegensatz zur Viennafair dafür bekannt, dass bisweilen bereits vor der offiziellen Eröffnung das Angebot einzelner Stände ausverkauft ist. 

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