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09.07.2012

14:53 Uhr

Von Zezschwitz

Schluss nach elf Jahren

Im Herbst ging das Münchner Auktionshaus Von Zezschwitz an den Start. Das Ende für den kleinen Spezialversteigerer für Jugendstil und Art Déco kommt elf Jahre später. Ende Juli will Inhaberin Carolin Bergner schließen. Als Gründe werden private Umstände genannt.

Bernhard Pankok: "Großes Büffet", 1900. (Ausschnitt) VON ZEZSCHWITZ Kunst und Design, München

Bernhard Pankok: "Großes Büffet", 1900. (Ausschnitt)

MünchenDas Münchner Auktionshaus Von Zezschwitz Kunst und Design wird Ende Juli schließen. Das teilte Inhaberin und Geschäftsführerin Carolin Bergner mit.  Zu dem Schritt hätten sie persönliche Gründe bewogen. Sie wolle in Zukunft weiterhin im Kunsthandel und in der Vermittlung tätig sein, aber nicht mehr von München aus. Auktionen werde sie allerdings nicht mehr veranstalten.

Bergner gründete Von Zezschwitz Kunst und Design im Herbst 2001 zusammen mit ihren damaligen Geschäftspartnern Beate Dry-von Zezschwitz und Graham Dry, die sich bereits 2009 in den Ruhestand zurückzogen.  Das Haus war auf angewandte Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts spezialisiert, veranstaltete aber auch etliche Sonderauktionen. In Erinnerung geblieben sind die Themen-Versteigerungen zur „Darmstädter Künstlerkolonie“ (April 2012) und „Seats“ mit Sitzgelegenheiten aus zwei Jahrhunderten (2005 und 2011). Höhepunkt der Sammlungsauktionen war die Versteigerung der Sammlung Wechtenbruch im Essener Domizil des Sammlers (2010).

Zwei mal jährlich kamen Jugendstil-, Art Déco-Objekte und angewandter Kunst nach 1945 unter den Hammer. In jüngerer Zeit auch Graphik, Plastik und Malerei des 19. und 20. Jahrhunderts. Mit einem Zuschlag-Preis von 115.000 Euro im Oktober 2007 für ein Büffet von Bernhard Pankok erzielte Von Zezschwitz Kunst und Design einen der höchsten Zuschläge für ein Möbelstück des Jugendstils auf einer deutschen Auktion.

Von

Bettina Beckert

Kommentare (1)

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berlinwestend

02.11.2012, 19:19 Uhr

Das Auktionhaus v. Zezschwitz hat sich nach dem Rückzug von Drey/v. Zezschwitz vor allem darin profiliert : Kunden zu beschimpfen , Einlieferungen erst nach Androhung vom Einschalten von Anwälten wiederaufzufinden & zu bearbeiten & z. B. Kohlezeichnungen als angebliche Drucke wieder zurückzugeben , bei denen die Finger schon beim ersten berühren schwarz wurden :: ich habe solches Versagen gepaart mit Frechheiten in der Auktionswelt noch nicht erlebt, der einzig normale war Herr Dry, der das Verhalten der Anderen dahingehend kommentierte , das die jungen Leute Dinge täten , die er nicht verstehen würde ! Das pöbelnde Personal antwortete auf Beschwerdedrohungen nur mit dem Hinweiss, es könne ihnen in diesem Hause nix passieren , man solle sich doch beschweren !! Kein Verlust !!

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