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22.06.2012

13:36 Uhr

Wechsel zu RTL

Gottschalk wird Juror beim „Supertalent“

Thomas Gottschalk wird nach seinem Flop in der ARD nicht von der Bildfläche verschwinden. Der Entertainer geht zu RTL, wo er neben Dieter Bohlen über Talente urteilen darf. Die Quoten sollten diesmal kein Problem sein.

Neue Aufgabe: Thomas Gottschalk wird künftig bei RTL zu sehen sein. dpa

Neue Aufgabe: Thomas Gottschalk wird künftig bei RTL zu sehen sein.

BerlinThomas Gottschalk hat zwei Wochen nach seinem ARD-Abschied eine neue TV-Heimat aufgetan. RTL hat den 62-jährigen Altmeister der großen Show für die neue Staffel seiner Castingshow „Das Supertalent“ verpflichtet. Der Kölner Privatsender bestätigte am Freitag entsprechende Berichte des Branchendienstes „dwdl.de“ und der „Bild“-Zeitung.

„Ich habe gemerkt, dass das Publikum mich auf der großen Showbühne sehen will - und genau die hat mir RTL angeboten“, zitierte der Sender seinen Neuzugang, der neben Dieter Bohlen über das Fortkommen der Kandidaten entscheiden soll. „"Das Supertalent" ist derzeit die erfolgreichste Showreihe im deutschen Fernsehen. Und ich freue mich auf Dieter Bohlen, denn zwischen uns sind schon immer die Funken geflogen.“

Aus der Jury verschwinden Motsi Mabuse und Sylvie van der Vaart. „Sylvie van der Vaart ist uns wichtig und wir werden uns gemeinsam auf neue Projekte in den Bereichen Show und Magazine konzentrieren“, sagte RTL-Unterhaltungschef Tom Sänger. „Motsi Mabuse, die 2011 ebenfalls in der Jury saß, wird sich in Zukunft wieder verstärkt aufs Tanzen und die RTL-Show "Lets Dance" konzentrieren.“

Ob es neben Gottschalk und Bohlen noch ein weiteres Jurymitglied geben wird, ließ RTL offen. Die neue Staffel des „Supertalents“ zeigt der Sender ab Herbst. Neben einer neuen Jury soll die Sendung auch „dramaturgisch“ neue Züge bekommen. Produziert wird „Das Supertalent“ von der Ufa-Tochter Grundy Light Entertainment, die auch Gottschalks ARD-Vorabendplauderei „Gottschalk Live“ hergestellt hatte.

Gottschalk war schon einmal bei RTL zu Hause, als er von 1992 bis 1995 einen Late Night Talk moderierte. Damals endete die Zusammenarbeit nach Auseinandersetzungen mit dem damaligen Geschäftsführer Helmut Thoma.

Gottschalks Karrierestationen

Ab 1971

Freier Mitarbeiter des Jugendfunks beim Bayerischen Rundfunk (BR), ab 1973 Sprecher der „Abendschau“-Nachrichten.

1976

Gottschalk wird beim BR Festangestellter und heiratet seine Thea. Erfolg mit witzigen Radiomoderationen bei „Pop nach acht“.  

1977

Er moderiert die Sendung „Telespiele“, die zunächst in einigen Dritten Programmen und ab 1980 bundesweit bei der ARD läuft.

1982

Mit Mike Krüger ist Gottschalk im Kinofilm „Piratensender Powerplay“ zu sehen. Weitere Filmrollen folgen. Zudem wechselt Gottschalk zum ZDF. Bis 1987 präsentiert er dort „Na sowas“, eine Mischung aus Talk- und Musikshow.

26. September 1987

Er moderiert erstmals die ZDF-Sendung „Wetten, dass..?“ als Nachfolger von Frank Elstner.

1990

Gottschalk arbeitet auch für RTL. Von 1992 bis 1995 moderiert er eine Late-Night-Show. 1992/1993 pausiert er bei „Wetten, dass..?“

1995 bis 1997

Neben „Wetten, dass..?“ moderiert er „Gottschalks Hausparty“ bei Sat.1.

1999

Mit seinem Bruder Christoph gründet er die Vermarktungsfirma Dolce Media GmbH in München.

3. Dezember 2011

Gottschalk moderiert zum letzten Mal „Wetten, dass..?“. Es ist seine 151. Show.

23. Januar 2012

Die Vorabendshow „Gottschalk live“ startet in der ARD.

September 2012

Thomas Gottschalk sitzt in der aktuellen „Das Supertalent“-Staffel von RTL in der Jury neben Michelle Hunziker und Dieter Bohlen.

Von

dpa

Kommentare (4)

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Petra

22.06.2012, 14:45 Uhr

Warum war das Supertalent der Quotenbringer?
Weil keiner mehr Gottschalk sehen wollte!
Da war Bohlen das kleinere Übel!
Jetzt Bohlen und Gottschalk - das kann nur schiefgehen...

svebes

22.06.2012, 14:51 Uhr

Ich wusste bisher nicht, dass man diese Peinlichkeit noch toppen kann - da lernt man selbst im Alter nicht aus. Wenigstens dafür danke. Sind da etwas GEZ Sponsorengelder im Hintergrund geflossen? Normalerweise fahren diese Ausfälle doch dann mit dem Traumschiff auf Steuerzahlers Kosten in den Urlaub und bessern dabei noch ihre Gehälter auf. Oder ist das ein raffinierter taktischer Schachzug von ungeahnter Subtilität, um RTL eine herbe Niederlage beizubringen?

muffe

22.06.2012, 16:04 Uhr

Herr Gottschalk merken Sie nicht wie Sie an Ihrem Denkmal sägen??

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