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12.11.2011

11:05 Uhr

Wegen Bushido

Heino verzichtet auf seinen Bambi

Der „Integrations“-Bambi für Bushido sorgt weiter für Aufregung. Nun hat Schlagerlegende Heino für sich persönlich Konsequenzen gezogen und gibt das goldene Reh, das ihm einst verliehen wurde, an den Burda-Verlag zurück.

Wegen Bushido: Heino gibt Bambi zurück. dapd

Wegen Bushido: Heino gibt Bambi zurück.

BerlinVolkssänger Heino gibt nach der umstrittenen Bambi-Verleihung an Rapper Bushido seine Auszeichnung zurück. Heino sagte der „Bild“-Zeitung: „Ich bin zutiefst empört, dass man einem gewalttätigen Kriminellen wie Bushido den „Bambi“ verleiht. Mit diesem Mann möchte ich nicht auf eine Stufe gestellt werden. Deshalb schicke ich meinen „Bambi“ dankend an den Burda-Verlag zurück.“

Am Freitag räumte Heino die goldene Trophäe, die ihm 1990 verliehen wurde, aus dem Regal seines Rathauscafés in Bad Münstereifel, berichtete das Blatt. Heino sagte der Zeitung: „Ich bin oft beschimpft und unberechtigt in die rechte Ecke gestellt worden, weil ich deutsche Volkslieder singe, die ein Teil unseres Kulturgutes sind. Und dieser Kerl, der offen menschenverachtende Lieder singt, bekommt auch noch einen Preis? Wo leben wir denn eigentlich?“ Der Volkssänger werde seinen Preis per Post zurück an den Burda-Verlag senden.

Bushido (33) hatte den Bambi für Integration bekommen. Die Auszeichnung war bereits zuvor von Politikern und Künstlern kritisiert worden. Der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen im Bundestag, Volker Beck, sagte am Freitag: „Wer Frauen- und Schwulenverachtung propagiert, hat keinen Preis für gelungene Integration verdient.“ Peter Plate, Songschreiber der ebenfalls mit einem Bambi ausgezeichneten Band Rosenstolz, kritisierte ebenfalls Bushidos Veröffentlichungen. Es sei nicht korrekt, jemanden zu ehren, der frauenfeindliche und menschenverachtende Texte schreibe.

Bushidos Laudator, Sänger Peter Maffay, sagte in einer Mitteilung am Freitag, Bushido sei nicht für seine früheren Texte ausgezeichnet worden. „Im Gegenteil: Bushido hat sich ganz klar von seinen Aussagen von vor zehn Jahren distanziert.“ Der Rapper selbst wies die Kritik an ihm nach der Preisverleihung zurück. Er rief seine Kritiker dazu auf, sachlich mit ihm umzugehen.

Von

dpa

Kommentare (15)

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Ferdinand

12.11.2011, 12:59 Uhr

Ist Bushido seinerzeit sachlich mit Schwulen und Frauen umgegangen?
Ich finde gut, dass Bushido den Bambi bekam
Ich finde gut, dass Kritik daran geübt wurde
Ich finde gut, dass Bushido sich nun für den Bambi schämt
Ich finde gut, dass Bushido sich für Kinder engagiert
Ich finde gut, dass Bushido die damailigen Texte bereut
Ich finde gut, dass Heino klar Position bezieht
Ich finde gut, dass der Schöpfer das finale Urteil sprich

Account gelöscht!

12.11.2011, 14:49 Uhr

Heino gehört zu der leider aussterbenden Spezies der deutschen mit Rückgrat. Recht hat er!

Leodolter

12.11.2011, 15:41 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren,

Heino soll sein Bambi zurück geben. Er ist einer von vielen, der in seiner Zeit aus dem Vollen Schöpfen konnte, aber nicht Bereit ist, im diesen Jahrhundert als Vorbildfunktion dieser schwierigen Situation vieler Ausländischer und tüchtigen Bürgern, sich zu ändern. Nein, er tritt noch auf diese Menschen ein. Hoffe, dass diese nur eine kleine Mehrheit, die diese Meinung teilen, in Deutschland. Viele machen in ihrer Jugend durch schlechter Häuslicher Führung bzw. Umgebung Fehler. Man muss auch als Vorbild, wenn Heino einer sein sollte, Entschuldigungen und jugendliches Fehlverhalten annehmen können. So kann keine funktionierende Integration aussehen!
Das schürt weiterhin Hass und Gewalt. Menschen die in der Öffentlichkeit stehen, sollen mit guten Beispiel vorausschauend und Zukunftsweisend sich gerade mit diesen Menschen, die dazu bereit sind ihr vergangenes Verhalten zu ändern, annehmen. Gerade ein Künstler der aus seinem Jugendlichen Eifer, um in der Öffentlichkeit gehört zu werden, um seine Bekanntheit in der Gesellschaft, auf sich aufmerksam zu machen, muss auch für ihn Gültigkeit haben wenn es andere für sich auch in Anspruch nehmen. Auch Politiker sind von ihrem Tun nicht ausgeschlossen. Aber Deutschland muss sich in dieser Angelegenheit von Grund auf erneuern. Heino muss man diese Geste verzeihen. Er ist noch einer von den Erzkonservativen Bürger von Deutschland. Glaube mich erinnern zu können, auch Heino war in seiner Zeit durch seine Verhalten bei verschiedenen Veranstaltungen nicht ganz ein Saubermann.
Solange es immer wieder Politiker gibt wie der Bürgermeister aus Neu-Köln sowie den Buchautor der nur lt. Statistik sein beschränktes Wissen nieder schreibt( Namen sind bekannt) wird sicher in den nächsten Jahren bezüglich Integration sich keine Änderung ergeben werden.

Gruß
Leodolter Walter
Sonnleitn 6
5621 St. Veit im Pg., Salzburg

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