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12.12.2011

11:24 Uhr

„Weib mit Inder“

Weltrekordpreis für Max Pechstein

Ein Münchner Auktionshaus hat für ein Kunstwerk von Max Pechstein einen neuen Weltrekordpreis erzielt. Für 3,5 Millionen Euro wechselt das Gemälde den Besitzer.

Auktionator Robert Ketterer mit Pechsteins Gemälde „Weib mit Inder“.

Auktionator Robert Ketterer mit Pechsteins Gemälde „Weib mit Inder“.

Erst bei 2,9 Millionen Euro fiel der Hammer im Kunstauktionshaus Ketterer. Mit Aufgeld macht das einen Verkaufspreis von 3,5 Millionen Euro für Max Pechsteins doppelseitig bemalte Leinwand von 1910. Auktionator Robert Ketterer kann sich freuen.

Denn damit hat der Münchener nicht nur ein wichtiges Gemäldes des deutschen Expressionismus zu einem neuen Weltrekordpreis versteigert. Das provokante „Weib mit Inder“ auf der Vorderseite und das stilistisch viel bravere „Früchtestillleben“ auf der Rückseite markieren auch den höchsten Zuschlag, der 2011 in Deutschland erzielt wurde.

Der Käufer ist ein im Ausland lebender Deutscher. Mitgeboten hatten ein griechischer Auftragsbieter sowie Kunstsammler aus der Ukraine, Großbritannien und den USA. „Deutsche Kunst lässt sich am besten in Deutschland verkaufen“, konstatiert Robert Ketterer durchaus stolz. Den bisherigen Pechsteinrekord hielt Sotheby’s, die im Februar 2008 für „Zirkus mit Dromedaren“ umgerechnet 2,2 Millionen Euro eingenommen hatten.

Was ist der Grund für die doppelseitige Bemalung? Ketterer weiß, dass typische Brücke-Bilder mit Aktdarstellungen zum Teil von Ausstellungsbesuchern bespuckt worden waren. Akute Finanznot scheint Max Pechstein bewogen zu haben, dem schwer verkäuflichen, damals ungewohnt freizügigen Akt, eine gefälligere zweite Seite zu malen.

Den ausführlichen Hintergrundbericht zur gesamten Ketterer-Auktion, die 12,5 Millionen umsetzte, lesen Sie am Freitag auf den Kunstmarktseiten im Handelsblatt.

www.kettererkunst.de

Von

sds

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