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03.02.2012

09:10 Uhr

„Wer wird Millionär?“

Gottes Zoo ist unerschöpflich

Millionen Zuschauer fiebern mit, wenn Günther Jauch die Kandidaten in der RTL-Quizshow „Wer wird Millionär?“ befragt. Jetzt bestreitet der Publikumsliebling die 1000. Ausgabe. Schluss ist noch lange nicht.

Die RTL-Sendung „Wer wird Millionär?“ mit Günther Jauch läuft heute um 20.15 Uhr zum 1.000. Mal im Fernsehen. In der rund dreistündigen Jubiläumssendung können nach Senderangaben vier sozial engagierte Menschen bis zu eine Million Euro für ihr Projekt erspielen. dapd

Die RTL-Sendung „Wer wird Millionär?“ mit Günther Jauch läuft heute um 20.15 Uhr zum 1.000. Mal im Fernsehen. In der rund dreistündigen Jubiläumssendung können nach Senderangaben vier sozial engagierte Menschen bis zu eine Million Euro für ihr Projekt erspielen.

BerlinWer über Jahre beharrlich sein Steckenpferd reitet, setzt sich dann und wann einer lästigen Frage aus: „Und wie lange noch?“ Dieses Nachbohren hat Günther Jauch immer wieder zu erdulden. Beispielsweise beim RTL-Magazin „Stern TV“, das er inzwischen tatsächlich beendet hat, und auch bei seinem RTL-Erfolgsquiz „Wer wird Millionär?“ (WWM).

Jetzt hat ihn sogar sein eigener Sender mit der Frage konfrontiert, wie denn seine Zukunftserwartungen bei „Wer wird Millionär?“ seien. Und dafür gibt es auch einen ganz triftigen Grund: Der 55-jährige Jauch moderiert an diesem Freitag seine 1000. Ausgabe seit dem Start im September 1999.

 

Die Show „Wer wird Millionär?“

TV-Quizformat aus England

„Wer wird Millionär?“ beruht auf einem TV-Quizformat aus England und ist international äußerst erfolgreich. In Großbritannien und den USA hieß die Show „Who Wants To Be A Millionaire?“, in Frankreich „Qui veut gagner des millions?“, in Italien wurde man vor der Euro-Umstellung sogar „Milliardär“ („Chi vuol essere miliardario?“). In Österreich trägt das Quiz den Titel „Die Millionenshow“.

Erfinder David Briggs I

Der Engländer David Briggs entwickelte die Quiz-Idee im Jahr 1996 und landete einen Überraschungserfolg - in einer Zeit, in der viele das Wissensquiz im Fernsehen für tot erklärt hatten. 15 Fragen trennen den Auserwählten von der Million, der sich zunächst bei einem Schnelligkeitstest unter mehreren Kandidaten bewähren muss.

Requisite I

Der Erfinder schrieb allen Sendern Details vor, wenn sie die Formatrechte erwarben: das Arena-Studio, die Licht-Effekte und die Musik sind deshalb weltweit in Dutzenden Ländern gleich. Das zeigt zum Beispiel auch der Film „Slumdog Millionär“ (Originaltitel: Slumdog Millionaire), der in Indien spielt und im Jahr 2009 acht Oscars gewann.

Gewinnbeiträge I

Die Gewinnbeträge wachsen mit den immer schwieriger werdenden Fragen: von 50 auf 100, 200, 300, 500 Euro, es folgen 1000, 2000, 4000, 8000, 16.000, 32.000 und 64.000 Euro. Schließlich locken 125.000, dann 500.000 und schließlich eine Million Euro.

„WWM ist meine Sendung!“, liefert der Publikumsliebling als maßgerechte Antwort im RTL-Presseheft. „Ich hätte am Anfang selber nie gedacht, dass das so zu meinem Format werden würde. Das ist es mittlerweile. Ich hoffe, dass das noch eine ganze Weile so bleibt.“ Gottes großer Zoo sei einfach unerschöpflich, „und so mache ich mir keine Sorgen, dass die Sendung jemals langweilig werden könnte“.

Jauch ist inzwischen mit seinem aus England stammenden TV-Spiel zu einer Ikone des deutschen Fernsehens geworden. „Wer wird Millionär?“ ist aus deutschen Wohnzimmern nicht mehr wegzudenken, das Quiz gibt es als Gesellschaftsspiel, für einsame Alleinunterhalter auch als App fürs iPhone. Und Begriffe wie „Telefonjoker“ und „Publikumsjoker“ haben es schon in den Duden geschafft.

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