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21.01.2010

12:09 Uhr

Wichtige Hürde gepackt

Deutscher Film schwer Oscar-verdächtig

Der deutsche Film „Das weiße Band“ hat eine weitere Hürde im Oscar-Rennen mit Erfolg genommen. Wie die Filmakademie in Hollywood am Mittwoch (Ortszeit) mitteilte, konnte sich das Schwarz-Weiß-Drama von Regisseur Michael Haneke auf einer Liste von neun ausländischen Filmen platzieren.

Das Schwarz-Weiß-Drama wurde von Michael Haneke inszeniert. ap

Das Schwarz-Weiß-Drama wurde von Michael Haneke inszeniert.

HB LOS ANGELES. 65 Länder hatten in diesem Jahr einen Film ins Rennen um den Oscar in der Kategorie bester nicht englischsprachiger Film eingeschickt. Mitglieder der Academy of Motion Picture Arts and Sciences haben daraus nun die „Shortlist“ mit neun Favoriten ausgewählt.

Aus diesem Pool werden Ende Januar von Oscar-Gremien in New York und Los Angeles fünf Kandidaten für die Endrunde bestimmt. Die Nominierungen in allen Kategorien werden am 2. Februar bekanntgegeben. Die Vergabe der Filmtrophäen geht dann am 7. März zum 82. Mal über die Bühne.

Der deutsche Beitrag tritt gegen Filme aus Argentinien, Australien, Bulgarien, Frankreich, Israel, Kasachstan, Peru und den Niederlanden an. „Das weiße Band“, das die Geschichte seltsamer Unfälle in einem norddeutschen Dorf in den Jahren 1913/14 erzählt, hatte in der Nacht zum Montag den Golden Globe als bester ausländischer Film gewonnen. Der Film wurde im vorigen Jahr unter anderem mit der Goldene Palme in Cannes und dem Europäischen Filmpreis gekürt. Haneke, 1942 in München geboren, ist zwar Österreicher, aber sein Film ist eine deutsche Produktion, die an Schauplätzen in Ost- und Norddeutschland gedreht wurde.

Der deutsche Film „Der Baader Meinhof Komplex“ war bei der Oscar-Vergabe 2009 leer ausgegangen. Der Preis für die „beste nicht-englischsprachige“ Produktion des Jahres ging damals an den Film „Departures“ aus Japan. 2007 hatte Florian Henckel von Donnersmarck mit seinem Stasi-Film „Das Leben der Anderen“ Oscar-Gold geholt. 2008 ging der Preis an den von Österreich eingereichten und mit Deutschland koproduzierten Film „Die Fälscher“ von Stefan Ruzowitzky.

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