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19.03.2004

08:17 Uhr

Wie kommt die Kunst zum Green?

Eisen 9 mit Pinsel 8

VonSusanne Schreiber

In Dortmund gastiert eine Kunstausstellung, die sich ausschließlich um das Golfspiel dreht. Illustre Künstler wie Jörg Immendorf, Georg Baselitz, Günther Uecker und Hermann Nitsch sind mit dabei.

Er spielt Golf mit Handicap 8. Für so manchen Freizeit-Golfer wäre das die Krönung. Nicht für Heinz Georg Rohner. Der Mediziner setzt seinen sportlichen Erfolgen noch einen drauf: Der Professor sammelt Kunst, die sich ausschließlich dem Motivkreis Golf widmet. Seine beachtliche Sammlung und die Gleichgesinnter ist jetzt im Museum am Ostwall in Dortmund zu bestaunen.

Die passionierten Golfer konnten immerhin so illustre Künstler wie Jörg Immendorf, Georg Baselitz, Günther Uecker und Hermann Nitsch dazu bewegen, sich mit dem Thema Golf auseinander zu setzen. Denn nicht alle haben wie der Maler Dieter Krieg ihr Studium als Caddie verdient.

Mit heftigem Pinselstrich malte der Connaisseur Krieg 1980 einen Golfer – und irritiert. Denn der Sportler trägt oben nix. Nicht ganz der Dress-Code dieser feinen englischen Sportart, aber wie die wild aufgetragene Farbe Ausdruck, dass da einer gegen sich selbst spielt und mit sich kämpft. Auf dem Green wie vor der Leinwand.

Die in ihrer Spezialisierung einzigartige Schau mit dem uninspirierten Titel „Künstler sehen Golf“ breitet überwiegend Malerei aus, aufgelockert durch ein paar Skulpturen und einige Möbel. Beim Golfen gehe es mit dem Teufel zu, behauptet etwa das Künstlerduo Simeoni & Gripaldi, das einen Küchentisch samt Stuhl im horror-vacui-Verfahren mit Sportlern und Satansgestalten überzieht.

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