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29.07.2011

10:02 Uhr

Wiesbaden

Frischer Wind im Museum

VonMarc Peschke

Alexander Klar ist der neue Direktor des Museum Wiesbaden. Er  will neben der modernen und zeitgenössischen Kunst auch den Alten Meistern und der naturwissenschaftlichen Sammlung einen starken Auftritt verschaffen.

Alexander Klar vor einem dreiteiligen Gemälde von Robert Mangold. Quelle: Ed Restle/Museum Wiesbaden

Alexander Klar vor einem dreiteiligen Gemälde von Robert Mangold.

WiesbadenDer promovierte Kunsthistoriker Alexander Klar (43) ist seit Ende 2010 Direktor des Museum Wiesbaden – ein Museum, das international vor allem durch seine große Sammlung von Arbeiten des Wahl-Wiesbadeners Alexej von Jawlensky (1864-1941) bekannt geworden ist. Expressionismus, aber auch Konstruktivismus, Informel, Fluxus und Minimal Art waren die Schwerpunkte von Klars langjährigem Vorgänger Volker Rattemeyer. Dessen zwei Dekaden überspannende Arbeit hat 2007 eine besondere Ehrung erfahren: Das Museum wurde von der deutschen Sektion des Internationalen Kunstkritikerverbandes zum „Museum des Jahres“ gekürt.

Der in Athen aufgewachsene neue Direktor ist ein jüngerer Kunsthistoriker, der sich international umgesehen hat. Nach Stationen am Solomon R. Guggenheim Museum in New York,  der Peggy Guggenheim Collection in Venedig, der Kunsthalle in Emden und am Victoria and Albert Museum in London war er vor seinem Wechsel nach Wiesbaden wissenschaftlicher Leiter des Emil-Schumacher-Museums in Hagen. Nach nur etwa einem Jahr folgte Klar dem Ruf nach Hessen – was man in Hagen im Vorfeld der Feierlichkeiten zum 100. Geburtstag Schumachers eher überrascht aufnahm.

Gut vernetzt

Klar verfügt in Wiesbaden über ungleich größere Möglichkeiten: die Möglichkeiten der Arbeit in einem großen Haus mit der entsprechenden Infrastruktur und Atmosphäre, wie sie Klar schon in London kennenlernen durfte. „Mich hat die Zeit am Victoria and Albert Museum stark geprägt“, erinnert er sich. „Ich habe dort viel gelernt, über die Korrelation von bewusst gepflegter, guter, sehr englischer Arbeitsatmosphäre, dem regelmäßigem Austausch mit Kollegen und der daraus resultierenden Güte kuratorischer Arbeit. Diese Atmosphäre des intensiven Austausches unter den Kuratoren pflegen wir auch in Wiesbaden.“

Alexander Klar kam zu einem schwierigen Zeitpunkt an das Museum Wiesbaden,  das zu den  drei hessischen Landesmuseen zählt: Noch laufen umfassende Sanierungsarbeiten. Sie werden erst im nächsten Jahr abgeschlossen sein. Doch darin sieht Klar einen Vorteil: „Ich hatte bereits in Hagen das Glück, ein neues Museum mit aus der Taufe zu heben, und damit das Selbstverständnis, die Präsentation und den Ton dieser neuen Institution zu prägen.“

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