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11.08.2017

06:43 Uhr

Deutscher Wirtschaftsbuchpreis 2017

Die zehn besten Kandidaten

VonRegina Krieger

Der Deutsche Wirtschaftsbuchpreis gibt die Shortlist der zehn vielversprechendsten Bücher bekannt: Eines dieser Werke wird im Oktober im Rahmen der Frankfurter Buchmesse als bestes Wirtschaftsbuch des Jahres prämiert.

Welches der zehn Bücher wird den Titel des bestes Wirtschaftsbuch des Jahres im Oktober auf der Frankfurter Buchmesse für sich behaupten können? dpa

Deutscher Wirtschaftsbuchpreis 2017

Welches der zehn Bücher wird den Titel des bestes Wirtschaftsbuch des Jahres im Oktober auf der Frankfurter Buchmesse für sich behaupten können?

DüsseldorfDisruption, die hat auch der Buchhandel kennengelernt. Als Amazon in den Markt eintrat, reagierte die Branche geschockt. Digitalisierung? Direktvertrieb? Was da passierte, entsprach exakt der Definition des Manager-Modewortes, das wörtlich ‚Störung‘ heißt: ein Geschäftsmodell, Produkt, eine Technologie oder Dienstleistung wird von einer innovativen Entwicklung abgelöst und teilweise vollständig verdrängt. In den USA gingen große Buchhandelsketten pleite, in Europa befürchtete man gar, mit dem Aufkommen der E-Books werde die Kultur des Abendlandes untergehen. Verzweifelt wurde nach Auswegen und Alternativen gesucht, und die Großhändler taten sich zusammen.

Heute zeigt sich, dass die Branche genau so überlebt hat wie das Buch. Papier und elektronisches Lesergerät ko-existieren friedlich, wenn auch die Zahl der Menschen, die ein Buch lieber anfassen, Notizen hineinschreiben oder gar daran riechen, eher steigt als sinkt. So überrascht es nicht, dass der digitale Wandel nun auf Papier analysiert wird. Diese Phase der Transformation ist eine Inspirationen für Wirtschaftsbuchautoren.

Welche Themen prägten das Jahr seit der letzten Buchmesse im Oktober? Der Trend ist eindeutig: statt um Krise und Nabelschau geht es um Zukunft. Um Lösungen. Um die Frage, wie wir leben werden und wollen in dieser sich schnell verändernden Welt. Die zahlreichen Bücher, die die Verlage für den Deutschen Wirtschaftsbuchpreis 2017 eingereicht haben, spiegeln diesen Trend wider. Sie zeichnen sich durchweg durch Qualität und Verständlichkeit aus – zwei wichtige Kriterien für den Buchpreis, der in diesem Jahr zum elften Mal vergeben wird.

Zehn Bücher sind nun auf der Shortlist, der Gewinner bekommt den mit 10.000 Euro dotierten Preis. Die Bücher behandeln die Eurokrise und ob sie bewältigt werden kann. Im Jahr der Bundestagswahl die Erwartungen der Deutschen, grundsätzlich Macht in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft, bei uns und auf der Welt. Die Kontrolle der Daten, die Konsequenzen von Industrie 4.0 für die Akteure der Wirtschaft in einer atemlosen Welt und was von einem Klassiker wie Karl Marx für die Zukunft zu lernen ist.

Buchtipp: Das Ende der Alchemie: Teutonische Fehlschlüsse

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Teutonische Fehlschlüsse

In seinem Buch übt der Ex-Chef der englischen Notenbank harte Kritik an Deutschland. Die Eurozone stecke auch deshalb in der Krise, weil Wolfgang Schäuble die Währungsunion falsch einschätze.

Die Prämierung des besten Wirtschaftsbuchs des Jahres in Deutschland ist zum festen Termin für Verleger und Unternehmer geworden. Verliehen wird der Preis in der Buchmesse-Woche in Frankfurt, im Rahmen einer feierlichen Gala.

Eine unabhängige Jury aus Wirtschaftsvertretern und Wissenschaftlern unter dem Vorsitz von Handelsblatt-Herausgeber Gabor Steingart (siehe „Die Jury“) wählt das Buch des Jahres. Bis zur Preisverleihung am 13. Oktober stellt die Handelsblatt-Redaktion in den nächsten Wochen die Bücher der zehn Finalisten ausführlich auf der Literaturseite vor. Alle Rezensionen und Informationen zum Preis sind zu finden unter: www.deutscher-wirtschaftsbuchpreis.de

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