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12.12.2014

12:33 Uhr

Wort des Jahres 2014

„Lichtgrenze“ schlägt die „schwarze Null“

Über 8000 leuchtende, weiße Ballons erinnerten im November in Berlin an die Teilung der Stadt. Die „Lichtgrenze“ wurde nun zum Wort des Jahres gewählt. Ursprünglich stand das Wort nicht einmal auf der Liste der Jury.

Das Wort des Jahres: Lichtgrenze. Über 8000 weiße, leuchtende Ballons erinnerten auf einer Länge von 15 Kilometern an den Verlauf der Berliner Mauer und die frühere Teilung der Stadt. ap

Das Wort des Jahres: Lichtgrenze. Über 8000 weiße, leuchtende Ballons erinnerten auf einer Länge von 15 Kilometern an den Verlauf der Berliner Mauer und die frühere Teilung der Stadt.

Wiesbaden„Lichtgrenze“ ist das Wort des Jahres 2014. Die Berliner Lichtinstallation zum 9. November erinnere an die Freude des Mauerfalls vor 25 Jahren, begründete die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) am Freitag ihre Wahl. „Es spiegelt in besonderer Weise die großen Emotionen wider, die das Ende der DDR im Herbst 1989 auch 25 Jahre später noch in ganz Deutschland hervorruft.“

Über 8000 weiße, leuchtende Ballons erinnerten auf einer Länge von 15 Kilometern an den Verlauf der Berliner Mauer und die frühere Teilung der Stadt. Ursprünglich hatte die Jury das Wort gar nicht auf ihrer Liste. „Erst in der Diskussion kam der Vorschlag auf, der dann aber für das gesamte Auswahlgremium so überzeugend war, dass er alle anderen Kandidaten für Platz 1 aus dem Rennen schlug“, teilte die Jury am Freitag mit.

Die Sprachexperten in Wiesbaden wählen jeweils ein Wort, das in ihrer Sicht das ablaufende Jahr geprägt hat. 2013 entschieden sie sich für „GroKo“. Für 2014 wurde das Wort des Jahres aus mehr als 2300 Vorschlägen ausgewählt. Auf Platz zwei ihrer Zehnerliste setzte die GfdS die „schwarze Null“. Der Begriff stünde wie kein anderer für die Bemühungen der schwarz-roten Koalition um einen ausgeglichenen Haushalt, lautete die Begründung der GfdS. Erstmals seit über 45 Jahren will die Bundesregierung 2015 ohne neue Schulden auskommen.

Wort des Jahres: Seit 2005

2005

Bundeskanzlerin

2006

Fanmeile

2007

Klimakatastrophe

2008

Finanzkrise

2009

Abwrackprämie

2010

Wutbürger

2011

Stresstest

2012

Rettungsroutine

2013

GroKo

2014

Lichtgrenze

2015

Flüchtlinge

2016

postfaktisch

Auf Platz drei steht „Götzseidank“ als Erinnerung an das WM-Siegtor von Mario Götze. Das Tor gegen Argentinien sorgte für den Titel. Ursprünglich war „Götzseidank“ eine Titelzeile der Süddeutschen Zeitung. Selbst ins Englische wurde sie sofort übersetzt: „Praise be to Götze.“

Auf den Plätzen vier bis zehn folgen die Ausdrücke „Russlandversteher“, „bahnsinnig“, „Willkommenskultur“, „Social Freezing“, „Terror-Tourismus“, „Freistoßspray“ und „Generation Kopf unten“.

Kommentare (2)

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Herr Paul Mueller

12.12.2014, 12:49 Uhr

"...Ursprünglich stand das Wort nicht einmal auf der Liste der Jury. ..."

Lassen sie mich raten: Eine Abstimmung wie bei ADAC oder ZDF (Deutschlands Beste)?

Account gelöscht!

12.12.2014, 17:45 Uhr

Es gibt offenbar nur ein Wort des Jahres.
Dafür ist es diesmal aber völlig daneben gegangen.

So sollte man das Wort der Stunde kreieren. Dann verläuft sich die Idiotie im Laufe des Tages - vielleicht.

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