Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

14.02.2017

11:15 Uhr

Youtube-Star

Disney sagt Goodbye zu PewDiePie

Der US-Medienkonzern Disney beendet laut einem Medienbericht seine Zusammenarbeit mit dem Youtube-Star „PewDiePie“. Der gerade bei jungen Menschen beliebte Schwede soll antisemitische Videos geteilt haben.

Weil er Videos mit antisemitischen Inhalten veröffentlich haben soll, hat der US-Unterhaltungsriese Disney die Zusammenarbeit mit dem bekannten schwedischen Youtuber „PewDiePie“ aufgekündigt. dpa

Felix Kjellberg alias „PewDiePie“

Weil er Videos mit antisemitischen Inhalten veröffentlich haben soll, hat der US-Unterhaltungsriese Disney die Zusammenarbeit mit dem bekannten schwedischen Youtuber „PewDiePie“ aufgekündigt.

BurbankDer US-Unterhaltungsriese Disney hat laut einem Medienbericht seine Zusammenarbeit mit dem schwedischen Youtube-Star „PewDiePie“ aufgekündigt, weil er einzelne Videos für „unangebracht“ hält. Felix Kjellberg, so der richtige Name des 27-Jährigen, habe sich durch seine „provokative und respektlose Art“ zwar eine Fangemeinde geschaffen, sei nun aber „eindeutig zu weit gegangen“, zitierte das US-Nachrichtenmagazin „Time“ am Dienstag aus einem Statement des Konzerns.

Kjellberg, der mit mehr als 53 Millionen Abonnenten zu den weltweit erfolgreichsten Youtubern gehört, hatte sich am Sonntag in einem schriftlichen Statement gegen Vorwürfe gewehrt, denen zufolge er antisemitische Inhalte verbreitet haben soll.

Die Kritik beziehe sich auf eines seiner Videos, mit dem er lediglich habe zeigen wollen, wie „verrückt“ die moderne Welt sei. „In keiner Weise unterstütze ich irgendwelche hasserfüllten Einstellungen.“ Der Schwede ist vor allem mit Beiträgen über Video-Spiele bekannt geworden. Seit 2014 betreibt er gemeinsam mit der Walt Disney Company das Multi-Channel-Netzwerk „Revelmode“.

Wer an YouTube verdient

Google

Der Internetkonzern kaufte Youtube im Oktober 2006, gerade einmal 19 Monate nach der Gründung der Videoseite. Google zahlte 1,65 Milliarden Dollar für Youtube. Das war damals der teuerste Zukauf in der Firmengeschichte, der sich aber rentiert haben dürfte.

Google (2)

Wie viel Google mit Youtube verdient, gibt das Unternehmen allerdings nicht gesondert an. Die Marktforschungsfirma eMarketer schätzt, dass Youtube 2015 etwa 1,13 Milliarden Dollar Umsatz mit Werbung gemacht hat.

Youtube-Stars

Youtube ist eine der meist genutzten Webseiten unter Jugendlichen, beliebte Videomacher können dort hunderttausende Fans sammeln. Wer so eine große Gefolgschaft hat, kann mit Werbung in den eigenen Videos und Zusammenarbeit mit Unternehmen Geld verdienen.

Youtube-Stars (2)

Besonders bekannte Youtuber wagen den Sprung in andere Bereiche: Die deutschen Slimani-Geschwister haben ein Buch und eine Modereihe herausgebracht, auch andere Youtuber sind mit Büchern auf dem Markt.

Vermarktungs-Netzwerke

Die Netzwerke sind sozusagen die Plattenfirmen der Youtube-Welt. Sie fördern Talente und sorgen für die Vermarktung von Anzeigen. Dafür verdienen sie an den Werbeeinnahmen mit.

Netzwerke (2)

Allerdings knirscht es hier: Mehrere bekannte Youtuber verließen jüngst das große deutsche Netzwerk Mediakraft. Sie beklagten Kommerzialisierung und mangelnde Unterstützung. Kurz danach ging auch Mediakraft-Mitgründer Christoph Krachten.

Unternehmen

Längst haben Firmen entdeckt, dass sie über Youtube ihre Produkte vermarkten können. Denn hier gucken Menschen freiwillig Werbung. Viele Firmen versuchen, witzige oder unterhaltsame Videos zu drehen, die die Nutzer von selbst weiterverbreiten. Außerdem geben sie Geld für Werbeeinblendungen vor und während Videos aus.

Unternehmen (2)

Ein Hindernis bei der Werbevermarktung ist, dass Youtube-Videos oft ausgefallen sind und die Qualität sehr unterschiedlich ist. Youtube hat daher ein Auswahl-Programm entwickelt. Damit können Werbekunden festlegen, dass ihre Videoanzeigen nur bei den beliebtesten Videos in bestimmten Kategorien auftauchen.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×