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16.02.2011

12:25 Uhr

Zeitgenössische Kunst

Sotheby's verkauft Richter erfolgreich

VonSusanne Schreiber

Das Tal der Tränen im Markt für zeitgenössische Kunst scheint durchschritten. Das Auktionshaus Sotheby’s vermeldet stolz die Zahlen der gestrigen Auktion in London, die von 59 ausgerufenen Werken 54 verkaufen konnte.

Gerhard Richter posiert bei einer Ausstellung in Hamburg. Quelle: dpa

Gerhard Richter posiert bei einer Ausstellung in Hamburg.

Der Gesamtumsatz lag mit 44,4 Millionen Pfund (71 Millionen Dollar) klar über der Schätzpreisen von 30 bis 43 Millionen Pfund. Das Ergebnis wird noch besser, wenn man den Umsatz der bereits am vergangenen Donnerstag versteigerten Privatsammlung von George Kostalitz hinzurechnet. Dann liegt Sotheby’s Ergebnis für zeitgenössische Kunst in London bei insgesamt 88 Millionen Pfund (138,7 Millionen Dollar). Das ist besser als die im Vorjahr zusammen mit der exquisiten Sammlung Lenz Schönberg erzielten 53 Millionen Pfund. 

Dass es sich um einen Stimmungsumschwung handelt, zeigen auch die Details. Das Bieten war teilweise enthusiastisch, acht Werke kosteten über 1 Million Pfund, 23 über 1 Million Dollar. Dass das fotorealistische Gemälde von Franz Gertsch „Luciano I“ (1976) aus dem Bestand des Weserburg Museums in Bremen den Rekordpreis von 1,5 Millionen Pfund (2,4 Millionen Dollar) erzielte, ist für den nur selten und dann zu maximal sechsstelligen Preisen versteigerten Maler aus der Schweiz sensationell.

Spitzenlos der Abendauktion wurde Gerhard Richters „Abstraktes Bild“ von 1990. Mit einem Verkaufspreis von 7,2 Millionen Pfund (11,5 Millionen Dollar) sucht es Anschluss an die Richter-Rekorde der Boomzeit. Die hatten für die ungegenständlichen Gemälde in der Spitze bei 15 Millionen Dollar gelegen. Heute Abend versucht Erzkonkurrent Christie’s den Trend zu bestätigen.

 

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