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27.12.2016

21:30 Uhr

Zum Tode Carrie Fishers

Die Macht war mit ihr

VonAlexander Möthe

Sie hat der Star-Wars-Prinzessin Leia Organa Leben eingehaucht und wurde mit ihr zur Ikone der Filmgeschichte. Nun ist US-Schauspielerin Carrie Fisher im Alter von 60 Jahren gestorben. Ein Nachruf.

Trauer um Star Wars Legende

„Die Macht wird mit dir sein, Carrie“

Trauer um Star Wars Legende: „Die Macht wird mit dir sein, Carrie“

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DüsseldorfIrgendetwas ist an Prinzessinnen, dass Menschen sie oft abgöttisch lieben. Das gilt auch für die wohl berühmteste Prinzessin der Filmgeschichte: Leia Organa. Die junge Frau aus „Star Wars“ ist bekannt für ihren Mut, ihre Tapferkeit; sie ist smart, stark, wortgewandt und – so sagt es ihr Zwillingsbruder Luke Skywalker – „wunderschön“. Im Verlauf der Filmreihe wächst die Figur der durchsetzungsfreudigen und schießwütigen „Euer Durchlaucht“ immer mehr über sich hinaus. Sie wird Kommandantin, Anführerin des Widerstands.

Und auch wenn ihr Bild von exotischen Frisuren und einem goldenen Metallbikini geprägt war, Prinzessin Leia schaffte es, eine der ersten starken Frauenrollen Hollywoods zu werden. Leia wurde zur Ikone. Und mit ihr Carrie Fisher. Die Schauspielerin, die Leia mit Leben füllte, ist nun im Alter von nur 60 Jahren an den Folgen eines schweren Herzinfarkts gestorben.

Es ist schwer, Carrie Fisher nicht auf ihre definierende Rolle zu reduzieren. Vielleicht auch, weil sie selbst eine Art Prinzessin war. 1956 als Tochter des Hollywood-Traumpaars Debbie Reynolds und Eddie Fisher geboren, gibt es für sie wenig anderes als die große Glamourwelt.

Trauer um Carrie Fisher

Prinzessin Leia

Der Tod von Carrie Fisher alias Prinzessin Leia aus der „Star Wars“-Saga erschüttert die Filmwelt. Sie starb am Dienstag im Alter von 60 Jahren in Los Angeles.

Ihre Tochter

„Die Welt hat sie geliebt“, teilte ihre Tochter Billie Lourd mit, die ebenfalls als Schauspielerin arbeitet.

Ihre Mutter

Fishers Mutter, die Hollywood-Schauspielerin Debbie Reynolds (84), dankte auf Facebook „allen, die die Gaben und Talente meiner geliebten und unglaublichen Tochter“ angenommen hätten.

Steven Spielberg

„Möge die Macht mit Dir sein“, schrieb Regisseur Steven Spielberg in Anlehnung an das zentrale Film-Zitat zum Tod Fishers, die mit dem Weltraum-Epos berühmt geworden war.

George Lucas

„Sie war extrem klug, eine talentierte Schauspielerin, Autorin und Komödiantin mit einer sehr farbigen Persönlichkeit, die jeder liebte“, teilte „Star Wars“-Erfinder George Lucas dem „Hollywood Reporter“ zufolge mit.

Harrison Ford

Schauspieler Harrison Ford, über den Fisher schrieb, sie habe früher eine Affäre mit ihm gehabt, erklärte in einem Statement, Carrie sei einzigartig, brillant und innovativ gewesen, außerdem lustig, unerschrocken und mutig. „Wir werden sie alle vermissen.“

Mark Hamill

Mark Hamill, der in der Sternenkrieger-Saga Luke Skywalker verkörperte, veröffentlichte bei Twitter ein Foto von Fisher und sich und schrieb dazu: „Keine Worte. #tief bestürzt“.

Daisy Ridley

Auch Daisy Ridley, die in „Das Erwachen der Macht“ die Schrottsammlerin Rey gespielt hatte, sprach von einem „monumentalen Verlust“ und trauerte darüber, nun Abschied von Fisher nehmen zu müssen.

Und es ist ein schweres Erbe: Ihr Vater verlässt die Mutter bald für Elizabeth Taylor. Mit 13 kommt Carrie das erste Mal mit Drogen in Berührung. Sie findet Marihuana im Ferienhaus der Eltern. Sechs Jahre bleibt sie dabei, bis sie mehr braucht. Mit 19 folgen Opiate und Halluzinogene wie LSD. Zu dieser Zeit, 1976, dreht sie „Star Wars“, mit dem sie zum Weltstar wurde.

Der Umgang tut ihr nicht gut. Mit einigen weiteren Darstellern, deren Namen sie nie nannte, nimmt sie Kokain. Und während sie mit Wickelzöpfen und im weißen Kleid für eine ganze Generation junger Männer zur Traumfrau wird, lässt ihre Mutter ihren Freund Cary Grant bei Carrie anrufen, um sich mit ihr über LSD zu unterhalten.

Da hat die junge Frau längst die Kontrolle über ihren Drogenkonsum verloren. „Wenn ich süchtig nach Alkohol gewesen wäre, wäre ich jetzt tot, weil man den überall kaufen kann“, sagte Fisher einmal. Erst 1980, am Set der Kultkomödie Blues Brothers, bringt sie John Belushi zur Vernunft. Ausgerechnet Belushi, der zwei Jahre später selbst an Drogen stirbt.

Kommentare (1)

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29.12.2016, 14:58 Uhr

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