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01.01.2001

15:02 Uhr

Reuters VATIKAN-STADT. Papst Johannes Paul II. hat in seiner Neujahrsbotschaft die Menschen der verschiedenen Kulturen aufgerufen, sich gegenseitig zu achten und damit die Voraussetzung für Frieden zu schaffen. Gerade in den Zeiten der Globalisierung und großen Wanderungsbewegungen sei Respekt nötiger denn je, sagte der Papst am Montag zum katholischen Weltfriedenstag vor Zehntausenden Menschen auf dem Petersplatz in Rom. Die Gläubigen beteten während der Messe für Frieden im Nahen Osten, wo auch die heiligsten Stätten des Christentums liegen. Der Papst sagte, er habe seine Friedensbotschaft den Regierungen Israels und der Palästinenser von einem persönlichen Gesandten übergeben lassen.

Alle Menschen müssten versuchen, eine Kultur der wahren Solidarität und Gerechtigkeit zu schaffen, die notwendig sei für ein friedliches Miteinander, sagte der Papst. Der 80-jährige schien während der zweistündigen Messe in recht guter Form, nachdem er bei seiner Weihnachtsbotschaft vor einer Woche noch einen müden Eindruck gemacht hatte.

Eine Friedensbotschaft des Papstes hatte der Vatikan bereits am 12. Dezember veröffentlicht und zum Neujahrstag an mehrere Staats-und Regierungschefs sowie internationale Organisationen verschickt. Darin brandmarkte der Papst Rassismus, Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit als krankhafte Auswüchse, die das Zusammenleben störten.

Während der Messe verlasen Gläubige Fürbitten, in denen sie Respekt für Fremde und deren Kulturen anmahnten. Es müsste allen Flüchtlingen ermöglicht werden, sich in ihrem Gastland zu integrieren. Sie sollten mit Würde und Respekt behandelt werden, die jedem Menschen zustehe, hieß es in einem Gebet.

Um Mitternacht hatte der Papst vor versammelter Menge auf dem Petersplatz allen Menschen und Völkern Frieden und Wohlstand im Neuen Jahr gewünscht.

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