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04.08.2000

11:34 Uhr

Parlamentspräsident Burg kündigt Kandidatur für Regierungschef-Posten an

Israels Ministerpräsident Barak kritisiert abtrünnige Mitglieder der Arbeitspartei

In einer schwierigen Situation wie dem Friedensprozess mit den Palästinensern gebe es eben harte Zeiten, sagte Barak.

afp JERUSALEM. Israels in Bedrängnis geratener Ministerpräsident Ehud Barak hat abtrünnige Mitglieder seiner Arbeitspartei kritisiert. In einer so schwierigen Situation wie dem Friedensprozess mit den Palästinensern gebe es eben harte Zeiten, sagte Barak der Zeitung "Maariv" (Freitagsausgabe). Da sei es "menschlich", dass mancher sich abwendete, aber glauben machen wolle, dass nicht er, sondern die Partei ein Problem habe.

Nach Informationen des israelischen Rundfunks spielte der Ministerpräsident damit speziell auf die Ankündigung des Parlamentspräsidenten Avraham Burg an, im Falle vorgezogener Neuwahlen für den Posten des Regierungschefs zu kandidieren. Burg hatte Wahlen für März 2001 angeregt.

Barak sagte der Zeitung, wenn es nach ihm gehe, werde er sein Mandat planmäßig im Jahr 2003 beenden. Es seien "alle Möglichkeiten für die Bildung einer Koalition offen, wir werden eine Regierung bilden, die so groß wie möglich ist".

Der Ministerpräsident verfügt im Parlament über keine Mehrheit mehr, seit drei Parteien ihm noch vor Beginn des Nahost-Gipfels in Camp David die Unterstützung entzogen hatten. Bei einer vorbereitenden Lesung am Mittwoch hatte sich die Mehrheit der Abgeordneten für vorgezogene Neuwahlen ausgesprochen.

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