Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

13.01.2003

19:50 Uhr

Parteivorstand respektiert Erklärung

Dehm bleibt PDS-Vize

Nach siebenwöchiger Pause amtiert Dieter Dehm seit Montag wieder als PDS-Parteivize. Die von ihm selbst genommene Auszeit nach seiner Verwicklung in die interne "Wachbuch-Affäre" sei damit beendet, teilte PDS-Sprecher Gerd Kurze am Abend mit.

HB/dpa BERLIN. Dehm soll nach dem Bundesparteitag in Gera im vergangenen Oktober den Wachdienst der PDS-Zentrale angewiesen haben, Ex- Bundesgeschäftsführer Dietmar Bartsch beim Verlassen des Gebäudes zu kontrollieren, damit er nicht unbemerkt Unterlagen beiseite schaffen könne. Dehm hatte diesen Vorwurf eidesstattlich bestritten, sein Amt jedoch seit dem 25. November ruhen lassen.

Der Parteivorstand respektiere Dehms Erklärung, dass er Bartsch um ein Gespräch gebeten habe, um langfristig wieder Vertrauen herzustellen, hieß es. Der PDS-Vorstand betonte nach seiner Entscheidung: "Die Diskussion heute mit Dieter Dehm war kein Verfahren, und deshalb wird es auch kein Urteil geben." Bartsch war in Gera zusammen mit dem Reformerflügel der PDS unterlegen und hatte daraufhin nicht mehr kandidiert.

Am Nachmittag hatte sich PDS-Chefin Gabi Zimmer noch deutlich kritischer geäußert. Dehm müsse dem Vorstand signalisieren, dass es ihm nicht um Rechthaberei und Rehabilitierung gehe. "Die PDS ist niemandes Beute", sagte Zimmer.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×