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06.02.2002

13:42 Uhr

Parterschaft mit neuem Sponsor

Ferrari-Präsident bekräftigt eigene Serie in Formel 1

Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo hat bekräftigt, dass die in der Formel 1 engagierten Automobilwerke von 2008 an eine eigene Serie starten wollen.

dpa STUTTGART. Der italienische Top- Manager verglich in einem Interview mit der Zeitung "Die Welt" (Mittwoch-Ausgabe) die Teams und Hersteller mit Schauspielern, die mit einem Produzenten unter einem bis 2007 geltenden Vertrag stünden. "Das heißt, wir dürfen nur Filme mit diesem Produzenten machen. Aber danach sind wir alle frei", sagte di Montezemolo.

Die Hersteller würden nicht einsehen, dass "wir weiter so viel Geld und Mitbestimmung wie bisher für einen Produzenten aufbringen, der nichts mit uns zu tun hat", betonte di Montezemolo. Er wolle mehr Geld. Das sei "lebenswichtig für Teams und Hersteller". Derzeit erhielten diese weniger als 50 % des Gesamtumsatzes. "Wir wollen künftig 100 %", forderte er.

Die Hersteller liegen mit Formel 1-Chef Bernie Ecclestone und dem Münchner Medienkonzern Kirch, dem neuen Mehrteils-Eigner an den Fernseh- und Vermarktungsrechten, seit Monaten im Clinch über die Zukunft des Grand-Prix-Sports. BMW, Daimler-Chrysler, Fiat, Ford und Renault haben sich darauf geeinigt, nach dem Ende des so genannten Concorde-Agreements 2007 eine eigene Serie zu organisieren.

Di Montezemolo bezeichnete die Hersteller gegenüber der Zeitung als "unerlässlich" für die moderne Formel 1. Diese brauche "die Motoren und die sind extrem teuer geworden", sagte er. Er sehe nicht die Gefahr, dass die Formel 1 von den Automobilwerken abhängig werde. Ferrari gab am Mittwoch, an dem es in seinem Werk in Maranello den neuen F2002 vorstellt, die Partnerschaft mit einem neuen Sponsor bekannt. AMD, einer der weltweit führenden Hersteller von Mikro- Prozessoren, unterstützt das Team in diesem und im nächsten Jahr.

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