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28.01.2001

12:59 Uhr

vwd DAVOS. Die Dresdner Bank AG, Frankfurt, sucht nach den Worten ihres Vorstandssprechers Bernd Fahrholz weitere Partner für den Vertrieb ihrer Investmentfonds und anderen Investmentprodukten in der Eurozone. Der deutsche Markt für wohlhabende Kunden mit einem Jahreseinkommen von über 500 000 DM wachse gegenwärtig um sechs bis acht Prozent pro Jahr, sagte Fahrholz Dow Jones Newswires am Sonnabend am Rande des Weltwirtschaftsgipfels in Davos. Mit ähnlichen Raten solle das Geschäft der Dresdner Bank in diesem Bereich auch im Rest Europas wachsen. Dagegen solle das heimische "lower-end"-Filialgeschäft heruntergefahren werden.

Die Dresdner Bank suche Finanzinstitute mit den erforderlichen Vertriebskanälen in anderen europäischen Ländern, sagte Fahrholz unter Verweis auf die bereits übernommenen Albertini (Italien) und Orbis Trust Group (Kanalinseln). Aber auch eine Zusammenarbeit mit einer anderen europäischen Bank sei nicht ausgeschlossen. Gespräche mit deutschen Instituten über eine mögliche Fusion gebe es nicht, betonte Fahrholz. Sollten sich in Deutschland neue Entwicklungen ergeben, könnte sich das zwar ändern, aber gegenwärtig sei die Dresdner Bank nicht auf der Suche.

Die Beziehungen zu dem Großaktionär Allianz AG, München, bezeichnete Fahrholz als "professionell". Sollten sich allerdings Allianz und Deutsche Bank AG, Frankfurt, auf die gemeinsame Nutzung von Deutsche Bank 24 zum Vetrieb von Bank- und Versicherungsprodukten einigen, dann müsste die Allianz überlegen, was sie mit ihrem 22-prozentigen Anteil an der Dresdner tun will. Das gleiche gelte für den zehnprozentigen Anteil der Dresdner Bank an der Allianz. Rolf Breuer, Vorstandssprecher der Deutschen Bank, hatte am Freitag gesagt, die Gespräche mit der Allianz liefen gut.

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