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14.01.2003

00:06 Uhr

Der Rekord von IBM ist auf den ersten Blick ähnlich spektakulär wie die letzte Weltmeisterschaft von Michael Schumacher in der Formel Eins: Zum zehnten Mal in Folge hat der Technologiekonzern 2002 mehr Patente angemeldet als jedes andere Unternehmen auf der Welt. Um genau zu sein: Es waren 3288 Patente im vergangen Jahr und 22 357 Erfindungen in den zurückliegenden zehn Jahren zusammen. Was hat der Konzern eigentlich von seinem Dauer-Abonnement als Gewinner der Hitliste der US-Patentbehörde? Die Antwort lautet: Zunächst einmal eine Milliarde Dollar pro Jahr in cash. Denn genau das ist die Summe, die IBM inzwischen jährlich an Lizenzeinnahmen einstreicht. Damit refinanziert sich mittlerweile ein Fünftel der gesamten Forschungs- und Entwicklungsausgaben. Und ohne diese Investitionen stünde "Big Blue" heute schlecht da.

Denn Technologieführerschaften in der Informationstechnologie sind teuer und schnell wieder passé. So hat IBM zwar den PC erfunden, den Preiskampf um den Massenmarkt aber schon vor Jahren gegen Dell und andere verloren. Auch dank seiner Erfindungen ist es IBM aber immer wieder gelungen, neue Märkte zu erschließen. Und während Dell noch PC baut, streitet sich IBM längst um die Vorherrschaft in den Computernetzen der Zukunft. Dort trifft IBM auf seinen nächsten großen Gegner: den Softwarekonzern Microsoft. Der hat zwar weniger Patente, aber dafür jede Menge Cash.

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