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21.02.2003

10:00 Uhr

Patienten-Klage wegen Behandlungsfehler abgewiesen

Kein Schmerzensgeld vom Zahnarzt

Wer zum Zahnarzt geht, muss mit Schmerzen rechnen und hat deshalb in aller Regel keinen Anspruch auf Schmerzensgeld.

HB/dpa DAUN. Es sei davon auszugehen, dass auch die zu erwartenden Schmerzen von der Einwilligung des Patienten in die Behandlung gedeckt seien, entschied das Amtsgericht Daun (Rheinland-Pfalz) in einem am Donnerstag veröffentlichten Urteil (Az.: 3 C 332/02). Das Gericht wies damit die Klage einer Patientin gegen ihren Zahnarzt ab.

Die Patientin wollte sich mehrere Zähne überkronen lassen. Nach der Präparation der betroffenen Zähne hatte sie Schmerzen, gegen die der Zahnarzt zunächst ein Schmerzmittel verordnete. Obwohl die Beschwerden nach Aussage der Patientin noch nicht völlig abgeklungen waren, setzte der Arzt die Kronen ein.

Später kam es zu einer Entzündung des Zahnmarks, was eine Wurzelbehandlung erforderlich machte. Die Patientin verlangte daraufhin Schmerzensgeld wegen eines Behandlungsfehlers.

Das Amtsgericht meinte jedoch, der Arzt habe keinen "Kunstfehler" begangen. Vielmehr seien die Schmerzen häufig mit einer solchen Behandlung verbunden.

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