Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

09.02.2003

18:40 Uhr

Perfekte Hockey-Demonstration

Beide DHB-Teams erobern WM-Titel

Mit einer nahezu perfekten Hockey-Demonstration haben die deutschen Teams eindrucksvoll ihre Vormachtstellung in der Halle verteidigt und beim "Heimspiel" der 1. Hallen-Weltmeisterschaft in Leipzig wie erwartet beide Titel erobert.

HB/dpa LEIPZIG. Nach den Damen von Peter Lemmen, die beim 5:2 (3:1)-Endspielsieg über den Erzrivalen aus den Niederlanden allerdings erstmals bei diesem Turnier gefordert wurden, sicherten sich auch die Herren von Bundestrainer Bernhard Peters mit dem souveränen 7:1 (5:1) gegen Polen verdient das Championat. Am Ende standen je sieben Siege und imponierende 159:29 Tore für beide Teams zu Buche. Die Herren sind auch nach 113 Länderspielen unbesiegt.

"Wir wollten den WM-Titel und den Fans begeisternden Sport bieten. Das ist uns gelungen. Ich glaube, das war wieder Werbung für Hockey", meinte Bernhard Peters, dessen Auswahl als Welt- und Europameister auf dem Feld und in der Halle nun fast alle Titel abgeräumt hat. Das zuletzt in der Tat "schwache Geschlecht" hatte mit dem ersten WM-Sieg im weiblichen Bereich seit dem Junioren-Titelgewinn 1989 das lang ersehnte Erfolgserlebnis - und wurde zu Recht von den 6000 Fans in der ausverkauften Arena Leipzig umjubelt. "Großes Kompliment an mein Team für diese große Leistung. Ich bin stolz und glücklich", jubelte Lemmen, der im zweiten Dienstjahr den ersten großen Erfolg erzielte.

Die deutsche Dominanz war beinahe erschreckend. Erst in der Final- Phase kam Spannung auf, doch am Ende setzte sich doch wieder das deutsche Power-Hockey durch. "Die betreiben Hallenhockey bis zur Perfektion", lobte Ex-Nationalspieler Volker Fried beeindruckt. Die Peters-Truppe ließ im Finale nie einen Zweifel am Sieg aufkommen. Oliver Domke (3) war in einem einseitigen Endspiel erfolgreichster Schütze in einer deutschen Mannschaft ohne Fehl und Tadel.

"Meine Damen haben ihre technische und taktische Grund-Dominanz aus- und auf höchstem Niveau gespielt. Mehr geht nicht", lobte Lemmen seine verjüngte Auswahl, aus der Britta Becker und Melanie Cremer vor 14 Jahren schon als Juniorinnen dabei waren. Gegen die "Oranjes" gefielen zwei Stützen, die Lemmen schon vorher als "genial" (Turnier- Top-Torjägerin Natascha Keller/24 Treffer) und "handwerklich stark" (Spielführerin Franziska Gude/11) bezeichnete. "Die passen zusammen wie Dick und Doof", lobte der Bundestrainer die Beiden, die mit je zwei Toren zu Matchwinnern avancierten. Zudem hatte das unter Druck stehende Team in Torfrau Louisa Walter einen starken Rückkalt.

Mit Britta Becker, die bei ihm bisher nicht gesetzt war, plant Lemmen nun auch für die Zukunft. "Ein weiteres Engagement wäre sehr erfreulich. Ich würde mir das wünschen." Die inzwischen 29 Jahre alte Star-Spielerin hat es nun selbst in der Hand, bis zu den Olympischen Spielen 2004 dabei zu bleiben. "Ihre Strafecken sind eine Bank. Und da Tore zählen, hat Britta allein schon daher eine hohe Wertigkeit im Team", begründete Lemmen sein Ja zu "BB".

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×