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19.06.2000

11:46 Uhr

Reuters MANILA. Die philippinische Regierung hat Berichte bestätigt, wonach die Entführer auf der Insel Jolo eine Million $ für die Freilassung jeder ihrer 21 Geiseln fordern. Ronaldo Zamora, der Berater des philippinischen Präsidenten Joseph Estrada, sagte am Montag in Manila, entsprechende Medienberichte seien zutreffend. Die Regierung werde dennoch ihrer Linie treu bleiben und nicht auf Lösgeldforderungen eingehen. Auch Chefunterhändler Roberto Aventajado hatte am Wochenende zu Berichten über eine Lösegeldforderung von rund 20 Mill. $ (etwa 41 Mill. DM) mitgeteilt, die Regierung in Manila bleibe dabei, kein Lösegeld zu zahlen.

Aventajado äußerte sich am Sonntag dennoch "sehr optimistisch", dass er die Gefangenen freibekommen werde. Ein Termin für die Wiederaufnahme der Verhandlungen mit den Rebellen der Moslem-Gruppe Abu Sayyaf sei jedoch noch nicht anberaumt worden. Aventajado nannte als Grund für seinen Optimismus, dass die Rebellen am Samstag fünf philippinische Schulkinder freiließen, die sie am 20. März verschleppt hatten. Am 23. April hatte ein anderes Sayyaf-Kommando dann auf einer malaysischen Ferieninsel 21 Menschen gefangen genommen, darunter die Familie Wallert aus Göttingen, und sie anschließend auf die südphilippinische Insel Jolo verschleppt. Bei den Geiseln handelt es sich neben drei Deutschen aus Göttingen um neun Malaysier, zwei Philippiner, zwei Franzosen, zwei Südafrikaner, zwei Finnen und eine Libanesin.

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