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17.03.2003

14:31 Uhr

Pipelines zum Teil noch in Betrieb

Irakische Ölexporte beinahe zum Erliegen gekommen

Die irakischen Ölexporte sind am Montag nach Angaben von Händlern beinahe zum Stillstand gekommen. Händler sagten am Montag, sie seien nicht bereit, das Risiko ungesicherter Lieferungen zu tragen und hätten deshalb keine Schiffe mehr gebucht.

Reuters LONDON/DUBAI. Sie fürchteten hohe Stornogebühren der Reeder. Zudem hätten Banken Zahlungsgarantien verweigert. "Offenbar glauben die Banken nicht, dass noch genug Zeit ist, ein Schiff in Mina el Bakr zu beladen und es rauszubringen, bevor die Bomben zu fallen beginnen", sagte ein Händler.

Damit sei der Export von leichtem Basrah-Öl vorerst zum Erliegen gekommen. Im Golfhafen Mina el Bakr sei das letzte Schiff am Sonntag beladen worden. Der Hafen, in dem mehr als eine Million Barrel Öl (ein Barrel = 159 Liter) am Tag umgeschlagen werden können, werde wahrscheinlich erst nach einem Irak-Krieg den Betrieb wieder aufnehmen, sagten Händler.

Im zweiten von den Vereinten Nationen zugelassenen Exporthafen für irakisches Öl, dem türkischen Mittelmeerhafen Ceyhan, ist in dieser Woche nach Angaben aus Kreisen der Hafenbehörde die Beladung von zwei Schiffen geplant. Die Pipeline, durch die das Öl in den Hafen gelangt, war am Montag noch in Betrieb. Zudem verfügt der Hafen über umfangreiche Lagerbestände. Nach Angaben aus Händlerkreisen lief der Schmuggel von Öl aus Irak offenbar weiter.

Die USA haben den Vereinten Nationen nur noch den Montag für diplomatische Bemühungen in der Irak-Krise gegeben. Für den Fall, dass der Sicherheitsrat keine neue Resolution beschließt, haben die USA angekündigt, auch ohne ausdrückliches UNO-Mandat in den Krieg zu ziehen.

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