Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

30.01.2003

18:50 Uhr

Pläne des Bundeswirtschaftsministeriums

Sozialauswahl bei Kündigungen wackelt

Im Bundeswirtschaftsministerium sowie in Teilen der Regierungsfraktionen wird nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" (Freitag) darüber nachgedacht, die Sozialauswahl bei Kündigungen abzuschaffen.

HB/dpa BERLIN. Damit würden betriebsbedingte Kündigungen nicht mehr nach Kriterien wie Familienstand, Betriebszugehörigkeit und Alter des Beschäftigten vorgenommen, sondern anhand gesetzlich festgelegter Abfindungen.

Wirtschafts- und Arbeitsminister Wolfgang Clement (SPD) hatte bei der Vorlage des Jahreswirtschaftsberichts am Mittwoch eine Änderung des Arbeitsrechts mit Hinweis auf die derzeitige Abfindungspraxis angedeutet, allerdings keine Details genannt.

Die Zeitung zitiert den SPD-Wirtschaftsexperten Rainer Wend mit den Worten, wenn man Menschen schneller als bisher wieder in Arbeit bringen wolle, "dann rückt die Sozialauswahl automatisch ins Blickfeld". Er erwarte, dass bei einer Änderung dieser Regelung wieder mehr ältere Beschäftigte eingestellt werden. Dann sei die Sorge der Betriebe unbegründet, genau diesen Mitarbeiter in schlechteren Zeiten nicht kündigen zu können.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×