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04.02.2001

15:52 Uhr

Planung soll konservativer werden

Intershop will schwarze Zahlen schreiben

Stephan Schambach, Chef von Intershop, zeigt sich überzeugt, dass es nach wie vor einen fundamental wachsenden Bedarf an E-Commerce-Software gibt. "Wir werden aber konservativer planen müssen", sagte er.

Reuters BERLIN. Der Softwareanbieter Intershop will mit einer Wertsteigerung seines E-Commerce- Software "Enfinity" im vierten Quartal 2001 die Gewinnzone erreichen. Intershop Chef Stephan Schambach sagte in einem Gespräch mit der "Berliner Zeitung": "Demnächst werden wir auf der Cebit neue Zusatzprodukte (zu "Enfinity") anbieten." Im Laufe des Jahres würden dann weitere Module hinzukommen. Damit würden sich die Funktionalitäten für den Anwender verbessern. Die Kunden würden dann auch bereit sein, mehr Geld dafür auszugeben. Das neue Produkt solle noch in diesem Jahr auf den Markt kommen.

Der Schwerpunkt der Aktivitäten werde in Europa liegen, sagte Schambach weiter. "Hier sehen die Konjunkturprognosen für die nächsten Monate ja auch besser aus als für die USA". Im vierten Quartal 2000 habe sich das schwache Ergebnis in den USA negativ auf die wirtschaftliche Situation des gesamten Unternehmens ausgewirkt. Intershop hatte im vierten Quartal 2000 einen Nettoverlust von 39,3 Mill. Euro und damit mehr als von Analysten erwartet verzeichnet.



"Wir sind aber dabei, die Probleme zu analysieren und arbeiten schon wieder mit allen Kräften daran, die Dinge in den Griff zu bekommen", sagte Schambach. Neben dem bereits angekündigten Abbau von 200 Stellen werde das Unternehmen auch an anderem Gebiet rationalisieren. "Zum Beispiel könnten Marketing-Operationen zusammengelegt werden".



Zur Entwicklung des eins mit bis zu 130 Euro gehandelten Intershop-Aktienkurses, der am Freitag mit 7,79 Euro nur knapp über dem am 31. Januar verzeichneten Rekordtief von 7,16 Euro lag, sagte Schambach, der Kurs setzte sich zwar aus vielen Faktoren zusammen, die das Unternehmen nicht alle beeinflussen könne . "Es wird aber sicherlich stark darauf ankommen, wie wir uns in den nächsten beiden Quartalen schlagen. Im vierten Quartal wollen wir dann die Gewinnzone erreichen."



Schambach zeigte sich überzeugt, dass es nach wie vor einen fundamental wachsenden Bedarf an E-Commerce-Software gebe. "Wir werden (aber) ein bisschen konservativer planen müssen", sagte er.

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