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19.01.2005

12:07 Uhr

Plattform für einen neuen Nahost-Dialog

Weltwirtschaftsforum präsentiert Programm für Davos

Das World Economic Forum (WEF) will auf seiner Jahrestagung in Davos einen Anstoß für einen neuen Dialog zwischen Israelis und Palästinensern geben. Bei dem Treffen vom 26. bis zum 30. Januar werden unter anderem der neue Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas und drei israelische Vizeregierungschefs erwartet, darunter Nobelpreisträger Schimon Peres.

WEF-Präsident Klaus Schwab bei der Vorstellung des Programms. Foto: dpa

WEF-Präsident Klaus Schwab bei der Vorstellung des Programms. Foto: dpa

cr GENF. Mehr als 500 Manager reisen zu den viertägigen informellen Gesprächen in den Schweizer Nobelskiort. Nur neun Prozent der 2 250 Teilnehmer aus 96 Ländern kommen aus der aktiven Politik; dennoch besteht kaum ein Zweifel, dass politische Debatten in Davos wieder die Schlagzeilen prägen werden.

Stärker als in den Jahren zuvor ist auch die deutsche Polit-Prominenz beim Weltwirtschaftsforum vertreten. Neben Bundeskanzler Gerhard Schröder und Wirtschaftsminister Wolfgang Clement (beide SPD) wollen auch Oppositionschefin Angela Merkel (CDU) und der FDP-Vorsitzende Guido Westerwelle den Rahmen für Kontakte und Gespräche nutzen. Das Treffen steht unter dem Motto "Verantwortung für schwierige Entscheidungen übernehmen".

Der Vorsitzende und Gründer des Weltwirtschaftsforums, Klaus Schwab, erklärte bei der Präsentation des Programms, die Welt und ihre Führer befänden sich derzeit an einem Scheideweg: "Es gibt eine Reihe von Aufbrüchen, angefangen von der neuen EU-Kommission über die Wahl des palästinensischen Präsidenten und die neue Führung in der Ukraine."

Neben einer neuen Nahost-Initiative will sich das Forum in Davos auch mit den Erwartungen an die neue US-Administration beschäftigen, den Aufstieg Chinas zum Wirtschaftsgiganten verfolgen und die Rolle Europas in der globalisierten Welt diskutieren. Die US-Regierung ist auf Grund der noch nicht vollzogenen Vereidigung der neuen Administration in diesem Jahr nur mit zwei Spitzenpolitikern in der Schweiz vertreten.

Neben den Debatten über die Folgen der Globalisierung für Handel und Führungsfähigkeit werden sich die Teilnehmer auch mit den Folgen der Flutkatastrophe in Südasien beschäftigen. Das Thema wird von Microsoft-Gründer Bill Gates und dem ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton verfolgt. "Wir müssen dafür sorgen, dass wir in Davos den Geist der internationalen Solidarität aufrecht erhalten", sagte Schwab.

Eine Innovation präsentiert das Forum am Eröffnungstag: Die "Global Town Hall" soll als interaktive Plenarsitzung die wichtigsten Themen für das Jahr 2005 identifizieren. Die Ergebnisse sollen in diverse Sitzungen des Treffens einfließen und zum Abschluss der Veranstaltung zu sechs Initiativen zur Verbesserung der Welt führen, dem eigentlichen Anliegen des Forums.

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