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07.01.2003

16:14 Uhr

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Pleitesorgen belasten Bankenaktien

Bankenaktien haben am Dienstag Händlern zufolge unter Sorgen vor weiteren Unternehmenspleiten in Deutschland in Folge der schwachen Konjunktur gelitten.

Reuters FRANKFURT. Die Reduzierung der Wachstumsprognosen für 2003 durch das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) habe die Angst vor einer anhaltenden Insolvenzwelle und weiterem Abschreibungsbedarf bei Firmenkrediten geweckt, sagten Börsianer.

Die Aktien der HypoVereinsbank führten am Nachmittag mit einem Minus von 4,5 Prozent auf 15,57 Euro die Verliererliste beim Deutschen Aktienindex (Dax) an. Der Rutsch unter die Marke von 16 Euro habe zusätzliche Verkäufe ausgelöst, sagten Händler. Die Titel der Deutschen Bank verloren 1,9 Prozent auf 45 Euro, Commerzbank-Papiere rutschten 1,7 Prozent auf acht Euro.

"Die anhaltende Konjunkturflaute zieht weitere Insolvenzen mit sich. Diese und die steigende Risikovorsorge lasten neben einigen hausgemachten Problemen, wie den hohen Überkapazitäten, auf den deutschen Banken", sagte Wulf Weiler, Analyst bei der WGZ-Bank. Das DIW hatte am Morgen seine Wachstumsprognose für 2003 auf 0,6 Prozent von zuvor 0,9 Prozent gesenkt. Zudem rechnet das Institut auch für 2004 nur mit einem Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von höchstens einem Prozent.

Ein Aktienhändler äußerte sich zur Lage im deutschen Bankensektor ebenfalls pessimistisch: "Bei den schwachen Kapitalmärkten ist für die Banken im Moment kein Geld zu verdienen." 2002 hatte es nach Angaben des Informationsdienstleister Creditreform mit rund 37 000 eine neue Rekordzahl von Insolvenzen gegeben.

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