Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

15.06.2016

18:11 Uhr

Aktion der Jungen Unternehmer

Bratwurst statt Brexit

Die deutsche Wirtschaft zittert vor dem Brexit. Junge Unternehmer wollen die Briten davon überzeugen, gegen den EU-Ausstieg zu stimmen. In London verteilten sie deshalb eine deutsche Spezialität.

„Wir wollen nicht, dass die Briten in Zukunft auf deutsche Bratwürste verzichten müssen. Deshalb werben wir mit Charme und Senf darum, dass die Briten in der EU bleiben“, begründen die Jungen Unternehmer ihre Aktion. DIE JUNGEN UNTERNEHMER  Anne Kreuz Fotografie

Free Bratwurst in London

„Wir wollen nicht, dass die Briten in Zukunft auf deutsche Bratwürste verzichten müssen. Deshalb werben wir mit Charme und Senf darum, dass die Briten in der EU bleiben“, begründen die Jungen Unternehmer ihre Aktion.

Düsseldorf/LondonDer Unternehmer-Nachwuchs kämpft jetzt auch mit der im Ausland beliebten deutschen Wurst für den Verbleib der Briten in der EU. Mit der Aktion „Bratwurst against Brexit“ machte der Verband „Die jungen Unternehmer“ am Mittwoch auf dem Londoner Trafalgar Square gegen einen EU-Austritt Großbritanniens mobil.

„Wir wollen nicht, dass die Briten in Zukunft auf deutsche Bratwürste verzichten müssen. Deshalb werben wir mit Charme und Senf darum, dass die Briten in der EU bleiben“, sagte Hubertus Porschen, Bundesvorsitzender der „Jungen Unternehmer“. Die Würstchen seien am Trafalgar Square gut angekommen: 350 von ihnen haben die Jungen Unternehmer verteilt, hieß es. Es sei die richtige Entscheidung gewesen, lieber mit Humor und Hungerstillendem zu kommen, als mit Bitten, in der EU zu bleiben, sagte Hubertus Porschen, Bundesvorsitzender der Jungen Unternehmer.

Nigel Farage vs. Bob Geldorf: Die Seeschlacht von Westminster

Nigel Farage vs. Bob Geldorf

Die Seeschlacht von Westminster

Die Brexit-Debatte nimmt skurrile Züge an: Auf der Themse hupen Befürworter und Gegner des EU-Ausstiegs um die Wette. Mittendrin: Rechtspopulist Nigel Farage und Musiker-Legende Bob Geldof.

Die Motivation der Unternehmer: Komme es zum „Brexit“, verliere Europa an Wettbewerbsfähigkeit, sagt Porschen. „Die EU wäre dann von Ländern dominiert, die für mehr Protektionismus und Zentralisierung anstatt für Wettbewerb und Freihandel stehen. Besonders Deutschland hätte viel zu verlieren.“ Es gehe auch um Reformen in der Europäischen Union. Neben klaren Regeln seien eine völlig neue Kommunikationsstrategie sowie mehr Eigenverantwortung der Mitgliedsländer nötig: „Eine immer tiefere Integration ist kein Selbstzweck, sondern sollte den Mitgliedsländern überlassen werden, die dazu bereit sind.“

Was die Briten mit der Bratwurst in der Hand aber am meisten bewegt, sei das Thema Flüchtlinge, stellt Porschen fest. Mit der Aktion hatten es die Jungen Unternehmer vor allem auf ältere Briten abgesehen, weil sich die jüngere Generation ohnehin eher für einen Verbleib in der EU ausspreche. „Die Londoner zeigten sich verwundert, wie sehr wir uns für das Thema interessieren“, sagte Porschen. „Und dass wir gegen den Brexit, aber für Reformen in der EU sind. Das war denen absolut neu.“

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×