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02.07.2016

15:26 Uhr

#MarchforEurope

Zehntausende Briten protestieren gegen den Brexit

Kann der Brexit noch verhindert werden? Führende britische Politiker sagen klipp und klar: nein. Doch zehntausende Menschen beim #MarchofEurope sehen das anders.

Tausende Demonstranten protestieren gegen das Ausscheiden der Briten aus der EU. Unter dem Titel #MarchforEurope zogen sie heute vor das Parlament in London. Reuters

Demo gegen den Brexit

Tausende Demonstranten protestieren gegen das Ausscheiden der Briten aus der EU. Unter dem Titel #MarchforEurope zogen sie heute vor das Parlament in London.

LondonZehntausende Briten haben am Samstag in London gegen den Austritt ihres Landes aus der Europäischen Union protestiert. Die Menschen sangen „Wir lieben Dich, EU“ und schwenkten europäische Flaggen, als sie gegen Mittag durch die Hauptstadt zum Parlament zogen. Auf Schildern forderten sie, das Brexit-Votum rückgängig zu machen und die EU nicht aufzugeben.

Über die Ausmaße der Demonstration waren selbst britische Medien erstaunt. Sie berichten, dass sich bis zu 40.000 Brexit-Gegner vor dem Parlament in London eingefunden haben.

Die Veranstalter fordern unter anderem, das britische Parlament solle das Votum des EU-Referendums aus der vergangenen Woche aufheben. Die Zukunft Großbritanniens liege in der Europäischen Union (EU). Zugleich beschäftigten sich Konservative und die Labour-Partei weiterhin mit Personalfragen. Königin Elizabeth II. rief zu Ruhe und Besonnenheit in schwierigen Zeiten auf.

„Ich denke, die 'Leave'-Kampagne hat die Menschen in die Irre geführt“, sagte die 37-jährige Demonstrantin Casey, die gelbe und blaue Blumen – die Farben der EU-Flagge – im Haar trug. Generell waren die Demonstranten sehr farbenfroh gekleidet. Viele von ihnen hatten zudem teils ernst gemeinte, teils witzige Schilder dabei.

Auch der in den EU-Farben gekleidete Demonstrant David sagte: „Wir können noch etwas tun, solange Artikel 50 noch nicht aktiviert ist.“ Artikel 50 der EU-Verträge regelt den Austritt eines Landes aus der EU.

Damit er zum Tragen kommt, muss die britische Regierung aber erst einmal offiziell einen Austrittsantrag stellen. Wann das nach dem historischen Brexit-Referendum vom 23. Juni geschieht, ist derzeit noch unklar.

Knapp 52 Prozent der Briten hatten bei der Volksabstimmung für einen EU-Austritt ihres Landes gestimmt und damit den gesamten Kontinent geschockt.

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