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25.06.2016

14:02 Uhr

Nach dem Brexit

Schottland plant neues Referendum zur Unabhängigkeit

Nach dem Brexit bereitet sich Schottland für ein zweites Referendum über die Unabhängigkeit von Großbritannien vor. Eigene Gespräche mit der EU werden parallel vorbereitet. Die Schotten wollen im Staatenbündnis bleiben.

Schottlands Regierungschefin Nicola Sturgeon möchte in der EU bleiben – so wie offenbar die Mehrheit der Schotten. dpa

Schottland will weiteres Unabhängigkeits-Referendum

Schottlands Regierungschefin Nicola Sturgeon möchte in der EU bleiben – so wie offenbar die Mehrheit der Schotten.

EdinburghDie schottische Regionalregierung trifft Vorbereitungen für ein zweites Referendum über die Unabhängigkeit des nördlichen Landesteils von Großbritannien. Die notwendigen rechtlichen Schritte würden jetzt vorbereitet und eigene Gespräche mit der EU aufgenommen, sagte Regierungschefin Nicola Sturgeon am Samstag in Edinburgh nach einem Treffen des Kabinetts. „Das Kabinett hat zugestimmt, dass wir umgehend Gespräche mit EU-Institutionen und anderen EU-Mitgliedstaaten aufnehmen, um alle Möglichkeiten auszuloten, Schottlands Platz in der EU zu schützen.“

2014 hatten 55 Prozent Schotten in einem Referendum gegen die Unabhängigkeit Schottlands gestimmt. In der Volksabstimmung über den Brexit stimmte mit 62 Prozent der Wähler eine deutliche Mehrheit der Schotten für den Verbleib in der EU, insgesamt waren aber 52 Prozent der Briten für den Austritt.

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Analysen zeigen, dass vor allem die jungen Briten für den EU-Verbleib gestimmt haben. Eine Petition für ein zweites Referendum hat schon Millionen Unterzeichner. Doch viele Briten haben auch ihren Humor wiedergefunden.

Bereits vor der Abstimmung hatte Schottlands Nationalpartei SNP, die mit absoluter Mehrheit regiert, ein zweites Unabhängigkeitsreferendum für den Brexit-Fall ins Gespräch gebracht.

Von

dpa

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