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09.06.2017

16:43 Uhr

Nach Schlappe bei Wahl

Ukip wählt neuen Interimschef

Nicht nur für Premierministerin May war die Wahl in Großbritannien eine Niederlage. Auch die rechtspopulistische Ukip musste Einbußen hinnehmen. Nun ist der Chef der Partei zurückgetreten. Doch es gibt schon Ersatz.

Der 40-Jährige war bei der Parlamentswahl im Wahlkreis Boston und Skegness angetreten, wurde aber nur Dritter. dpa

Ukip-Chef Paul Nuttall

Der 40-Jährige war bei der Parlamentswahl im Wahlkreis Boston und Skegness angetreten, wurde aber nur Dritter.

LondonNach dem Rücktritt des britischen Ukip-Chefs Paul Nuttall hat die EU-feindliche Partei einen neuen Vorsitzenden gewählt. Steve Crowther werde die Partei als Interimschef leiten, teilte Ukip am Freitag mit. Er hatte als Abgeordneter für den Wahlkreis North Devon kandidiert. Der Chef der EU-feindlichen britischen Ukip-Partei, Paul Nuttall, ist nach dem desaströsen Ergebnis seiner Partei bei der Parlamentswahl zurückgetreten. Ukip konnte keinen einzigen Wahlkreis gewinnen.

Der 40-jährige Nuttall war im Wahlkreis Boston und Skegness angetreten, wurde aber nur Dritter. Ukip konnte auch seinen einzigen früheren Sitz nicht wieder gewinnen. Der Ukip-Abgeordnete Douglas Carswell hatte im März sein Mandat aufgegeben. Die Partei verlor einen Großteil ihrer Wähler.

Ex-Ukip-Chef Nigel Farage kündigte unterdessen eine mögliche Rückkehr in die Politik an. Sollte eine neue Regierung versuchen, den Brexit zu verwässern, habe er keine andere Wahl, sagte Farage dem Nachrichtensender BBC News am Freitag.

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Die Briten haben gewählt. Theresa May hat ihre Mehrheit im Parlament verloren. Trotzdem will die Premierministerin die künftige Regierung bilden. Doch dafür braucht sie einen Partner. Die Entwicklungen im Liveblog.

Bei der Parlamentswahl haben die regierenden Konservativen von Premierministerin Theresa May ihre absolute Mehrheit eingebüßt. Die Labour-Partei mit ihrem Chef Jeremy Corbyn konnte dagegen deutlich zulegen. Mit der Neuwahl wollte May die Mehrheit der Konservativen deutlich ausbauen und sich Rückendeckung für die Brexit-Verhandlungen holen - das ist schiefgegangen.

Der ehemalige Chef der EU-feindlichen Partei Ukip befürchtet nun, dass die Labour-Partei in einer vielleicht möglichen Regierungskoalition ein zweites Referendum zum Verbleib Großbritanniens in der Europäischen Union ansetzen könnte. In diesem Fall sei die Rolle der Ukip in der politischen Landschaft des Landes gerade erst am Anfang, sagte Nigel Farage am frühen Freitagmorgen dem TV-Sender ITV.

Nach ersten Prognosen erhielt die Ukip, die maßgeblich an der Durchsetzung eines Brexit-Votums beteiligt war, keinen Sitz im Unterhaus. Farage war im vergangenen Jahr nur wenige Tage nach dem Referendum von seinem Amt als Parteivorsitzender zurückgetreten.

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