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22.05.2017

15:21 Uhr

Wahlen in Großbritannien

Vorsprung der Konservativen schmilzt deutlich

Seitdem Theresa May vorschlug, dass sich ältere Bürger mehr an den Pflegekosten beteiligen sollen, ist der Vorsprung der Konservativen in der Wählergunst deutliche geschrumpft. May versucht zu beruhigen.

Nach ihrem Vorschlag, das alte Menschen mehr für Pflege zahlen sollen, sprachen Mays Gegener von einer „Demenz-Steuer“, weil vor allem langjährige Pflegefälle davon betroffen wären. AFP; Files; Francois Guillot

Ungeschickt im Wahlkampf: Theresa May

Nach ihrem Vorschlag, das alte Menschen mehr für Pflege zahlen sollen, sprachen Mays Gegener von einer „Demenz-Steuer“, weil vor allem langjährige Pflegefälle davon betroffen wären.

LondonDer Vorsprung der britischen Konservativen in der Wählergunst ist deutlich abgeschmolzen, seit Premierministerin Theresa May eine Reduzierung der Unterstützung für ältere Menschen ins Gespräch gebracht hat. Als May den vorgezogenen Wahltermin 8. Juni ankündigte, sagten Umfragen den Konservativen einen großen Vorsprung voraus. Das änderte sich, als die Regierungschefin unter anderem vorschlug, dass sich ältere Bürger mehr an den individuellen Pflegekosten beteiligen sollten, anstatt die Steuerzahler damit zu belasten. Umgehend wurde die Sorge laut, dass nach dem Tod von Pflegebedürftigen deren Haus verkauft werden müsste, um die zuvor angefallenen Kosten zu begleichen, und dass die Erben dann leer ausgehen würden. Mays politische Gegner sprachen von einer „Demenz-Steuer“, weil vor allem langjährige Pflegefälle davon betroffen wären.

Am Montag versuchte May zu beruhigen: Niemand werde gezwungen, sein Haus zu verkaufen, um Pflegekosten abzudecken. Außerdem solle der Eigenanteil an den Pflegekosten gedeckelt werden.

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Zuvor hatten Umfragen gezeigt, dass sich der Vorsprung der Konservativen vor der Labour-Partei auf neun Prozentpunkte halbiert hatte. Die Befragungen lassen auch den Schluss zu, dass insbesondere Mays Vorschlag zur Pflege-Finanzierung dazu beigetragen hat.

Von

rtr

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