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22.05.2017

14:39 Uhr

Wahlkampf in Großbritannien

Theresa May rückt Brexit in den Fokus

Kurz vor den Parlamentswahlen in Großbritannien ändert Premierministerin Theresa May noch einmal ihre Taktik. Dem Chef der Labour-Partei wirft sie vor, keine klare Haltung zum EU-Austritt zu haben.

Die Konservativen um Theresa May liegen nur noch 9 bis 13 Prozentpunkte vor Labour. Zwischenzeitlich waren es über 20 Punkte gewesen. Reuters

Premierministerin Theresa May

Die Konservativen um Theresa May liegen nur noch 9 bis 13 Prozentpunkte vor Labour. Zwischenzeitlich waren es über 20 Punkte gewesen.

LondonDie britische Premierministerin Theresa May hat am Montag ihre Wahlkampf-Taktik geändert und den Brexit wieder in den Fokus gerückt. „Es sind nur noch 17 Tage bis zu dieser äußerst wichtigen Wahl. Und nur elf Tage danach möchte die Europäische Union mit den Verhandlungen beginnen“, sagte May bei einem Auftritt in Wales. Entweder sitze sie oder Labour-Chef Jeremy Corbyn dann am Verhandlungstisch. Corbyn habe keine klare Haltung zum EU-Austritt.

In den vergangenen Tagen war May nach der Vorstellung ihres Wahlprogramms, das auch Einschnitte für Rentner und Pflegebedürftige vorsieht, in die Kritik geraten. Die Konservativen liegen nur noch 9 bis 13 Prozentpunkte vor Labour. Zwischenzeitlich waren es über 20 Punkte gewesen.

Wahlprogramm von Theresa May: Die Neuvermessung der Tory-Partei

Wahlprogramm von Theresa May

Die Neuvermessung der Tory-Partei

Das Wahlprogramm, das Großbritanniens Premierministerin Theresa May vorstellt, ist eine Mischung aus linker und rechter Politik. So will sie Stimmen von der Labour-Partei an sich ziehen. Doch einigen geht das zu weit.

Corbyn hat in seinem Wahlprogramm auf soziale Themen gesetzt und unter anderem eine rasche Abschaffung der Studiengebühren und die Verstaatlichung von Energieunternehmen versprochen. Viele traditionelle Labour-Wähler kritisieren, dass sich der Altlinke ungenügend gegen den geplanten Brexit zur Wehr gesetzt habe.

Die EU ist inzwischen startklar für die schwierigen Verhandlungen. Die 27 bleibenden EU-Länder erteilten ihrem Chefunterhändler Michel Barnier am Montag offiziell ein Mandat für die Gespräche.

Von

dpa

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