Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

16.02.2015

12:07 Uhr

FDP-Spitzenfrau Suding nach der Hamburg-Wahl

„Da klingt ein wenig Neid durch“

Katja Suding hat der FDP mit einem guten Wahlergebnis in Hamburg neues Leben eingehaucht. Auf dem Weg von der Siegesparty in der Hansestadt zu den Parteigremien nach Berlin spricht die Liberale über den Wahlabend.

FDP in Hamburg

Liberale um Suding bereit für Koalitionsgespräche

FDP in Hamburg: Liberale um Suding bereit für Koalitionsgespräche

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

Anfang Januar hatten sie noch Umfragewerte von zwei Prozent. Im Gespräch mit dem Handelsblatt nannten Sie damals scheinbar utopische acht als Wahlziel. Jetzt sind es mit 7,4 fast so viel geworden. Wie dankbar muss Ihnen FDP-Chef Lindner sein?

Wir haben dieses großartige Ergebnis alle gemeinsam geschafft: Christian Linder hat in wenigen Wochen über 80 Termine in Hamburg absolviert, unsere fast 1100 FDP-Mitglieder haben einen unglaublich engagierten wie harten Winterwahlkampf geführt, viele Parteifreunde aus ganz Deutschland haben uns unterstützt.

Der Wahlkampf war stark auf Sie zugeschnitten. Laut Umfragen haben fast zwei Drittel Ihretwegen FDP gewählt, nur ein Drittel wegen der Inhalte. Was bedeutet das für die Bundes-FDP und die kommenden Wahlen?

Die Zuspitzung auf Spitzenpolitiker können Sie in allen Parteien beobachten: Die SPD hat massenhaft nur Olaf Scholz mit seinem Namen plakatiert, sonst nichts. Wir haben mit unserer Kampagne sehr konkrete Forderungen für bessere Bildung oder intelligentere Verkehrspolitik verbunden, also einen dezidiert inhaltlichen Wahlkampf geführt. Weil unsere Wähler wussten, dass Hamburgs FDP mit mir an der Spitze für eine Fortschrittspolitik steht, haben sie uns ihr Vertrauen geschenkt.

Hamburg-Wahl: Warum der Merkel-Faktor nicht bis zur Elbe reicht

Hamburg-Wahl

Warum der Merkel-Faktor nicht bis zur Elbe reicht

Das Wahlergebnis der Hamburg-Wahl hat nichts mit der Bundespolitik zu tun. Doch lange kann die Regierung in Berlin diese Dissonanz nicht ignorieren.

Andere Parteien beklagten einen auf Showeffekte ausgelegten PR-Wahlkampf, sogar Westerwelles berühmt-berüchtigte 18-Prozent-Schuhsohlen tauchten wieder auf. Ist das nicht etwas dran?

Nein. Plakate mit Esprit und mutige öffentliche Auftritte gehören zur Darstellung einer freiheitlichen Politik. Bei denen, die uns dafür kritisieren, klingt für mich ein wenig Neid darüber durch, dass sie nicht den Mut zu einer derart modernen Kampagne gefunden haben.

Wieder andere verloren nach der Wahl jede Zurückhaltung. Ein Grünen-Politiker aus Baden-Württemberg zog sich mit sexistischen Bemerkungen den Zorn der Twitter-Gemeinde zu. Was sagen Sie dazu?

Das sind offenbar mit jemandem die Gäule durchgegangen. Man hat sich entschuldigt, damit ist das für mich erledigt.

Wenn Sie Olaf Scholz wie angekündigt doch nicht wegen einer Koalition anrufen wird, wie werden Sie weiter für Ihr Inhalte kämpfen?

Mit den starken Argumenten für mehr Freiheit und gegen Überregulierung, die von Rot-Grün zu befürchten ist. Mit den klassischen Werkzeugen der parlamentarischen Arbeit, von Debatten bis zu Anfragen. Und mit einer intensiven öffentlichen Präsenz, wie wir sie auch in den letzten vier Jahren erreicht haben.   

Von

rüd

Kommentare (3)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Helmut Paulsen

16.02.2015, 12:48 Uhr

Lila Teletubbi + Sommerschluss-Plakat + Rotlichtstyling haben "gewirkt".

PFUI FDP. "Entleerte Partei". Grinsköppe.

Herr Joachim Wendel

16.02.2015, 13:59 Uhr

Gratulation!!

Es freut mich, dass eine liberale Grundposition wieder ihre Wähler findet.
Freiheit, Freiheit der Meinungsäußerung, dazu die Anerkennung vor den Anstrengungen und den Leistungen jedes Einzelnen sowie Respekt vor Menschen aller Art und Herkunft können wir gut brauchen in unserer Gesellschaft und in unseren Parlamenten.

Herr Roman Tersano

16.02.2015, 18:52 Uhr

Die FDP in Hamburg eine Art Zombi-Partei, die mithilfe der etablierten Parteien und ihre Kampagne noch im versesenden Zustand wiederbelebt wurde. Die FDP ist also nicht lebendig, sie ist nur untot.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×