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10.07.2017

11:39 Uhr

FDP-Kampagne

Viel Lindner, viel Text

VonDana Heide

Die FDP hat ihre Kampagne vorgestellt, mit der sie zurück in den Bundestag will. Mit Schwarz-Weiß-Optik und langen Texten will sie potenzielle Wähler überzeugen. Das einzige Motiv ist allerdings wenig überraschend.

Die FDP setzt bei ihren Wahlplakaten auf Spitzenkandidat Christian Lindner. Überdurchschnittlich lange Textabschnitte zu Wirtschaftspolitik, Digitalisierung und Bildung werden mit einem nachdenklich wirkenden Lindner im Hintergrund präsentiert. Die Bilder des FDP-Vorsitzenden könnten dabei genauso gut für Werbekampagnen einiger Firmen dienen. Und so ist es von den Freien Demokraten auch gedacht, die Kampagne der Agentur Heimat, erinnert schon eher an Produktvermarktung, anstatt an Parteiwerbung. Bundesweit stellt die FDP mehr als 6.000 Großflächenplakate auf, damit sie „buchstäblich niemand übersehen kann.“ dpa

FDP

Die FDP setzt bei ihren Wahlplakaten auf Spitzenkandidat Christian Lindner. Überdurchschnittlich lange Textabschnitte zu Wirtschaftspolitik, Digitalisierung und Bildung werden mit einem nachdenklich wirkenden Lindner im Hintergrund präsentiert. Die Bilder des FDP-Vorsitzenden könnten dabei genauso gut für Werbekampagnen einiger Firmen dienen. Und so ist es von den Freien Demokraten auch gedacht, die Kampagne der Agentur Heimat, erinnert schon eher an Produktvermarktung, anstatt an Parteiwerbung. Bundesweit stellt die FDP mehr als 6.000 Großflächenplakate auf, damit sie „buchstäblich niemand übersehen kann.“

BerlinChristian Lindner im weißen Hemd, ohne Krawatte und ohne Jackett. Christian Lindner, ernst in die Kamera schauend, an eine Wand gelehnt, fertig zum Absprung – das alles in Schwarz-Weiß festgehalten von Fotograf Olaf Heine, der schon Popsänger Sting und die Rockband Rammstein abgelichtet hat. Dazu in große Lettern kurze Sätze wie „Ungeduld ist auch eine Tugend“. Daneben – kleiner – viel, viel Text: Das ist die Kampagne der FDP für die Bundestagswahl 2017, die die Partei am Montag in Berlin im Brandenburger Tor Museum vorgestellt hat.

„Die Kampagne soll eine Haltung ausdrücken“, erklärt FDP-Chef Christian Linder. Die Liberalen wollen keine Status-quo-Verliebtheit, sondern fragen, wo der Gestaltungsehrgeiz sei, wie das mit Funklöchern und Schlaglöchern weitergeht. „Mit der Kampagne meldet die FDP sich zurück als eine Partei der Mitte für die Mitte“, sagt Lindner.

Wahlplakate mit üppigem Kleingedruckten auszustatten, ist ungewöhnlich. Experten schätzen die durchschnittliche Verweildauer auf einem Wahlplakat auf unter zehn Sekunden. Das sei ganz bewusst ein Gegenentwurf zu den Wettbewerbern, sagt FDP-Generalsekretärin Nicola Beer. „Wir wollen über Inhalte ins Gespräch kommen.“

Die FDP setzt auf den Überraschungseffekt. „Es ist der Versuch, die Leute neugierig zu machen“, sagt Bundesgeschäftsführer Marco Buschmann. „Wir wollen das Interesse wecken. Wir wollen, dass die Leute dahin gehen und auch mal lesen.“

Die Konzentration auf Spitzenkandidat Lindner als einziges Motiv hat schon bei der Kampagne in Nordrhein-Westfalen funktioniert. Die Partei erzielte dort bei der Landtagswahl ihr bisher bestes Ergebnis. Derzeit liegt die FDP in bundesweiten Umfragen zwischen acht und zehn Prozent. Trotzdem sieht Lindner seine Liberalen nicht in einer möglichen Regierung.

Eine Große Koalition ist der wahrscheinlichste Wahlausgang, das sei seine persönliche Einschätzung, sagt Lindner. Ob das nur Taktik oder tatsächlich seine ehrliche Meinung ist, weiß man nicht. Laut manchen Umfragen ist eine schwarz-gelbe Koalition, so wie seit neuestem in Nordrhein-Westfalen, durchaus möglich. 

Programmatisch sieht Lindner zwar eine größere Nähe zur CDU. Aber: „Wir werden ohne Koalitionsaussage in den Bundestagswahlkampf gehen“, bekräftigt er. Die Kampagne soll durch viele digitale Werbeformen begleitet werden. Unter anderem sind Podcasts geplant, in denen die Kandidaten der FDP das Wahlprogramm vorlesen. Das könnten die Leute dann im Auto hören, sagt Lindner. Auf 6.000 Großflächen sind bisher schon Plakate geplant, „Ich gehe davon aus, dass das noch nicht das Ende der Fahnenstange ist“, sagt Bundesgeschäftsführer Buschmann.

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Kommentare (7)

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Herr Herbert Maier

10.07.2017, 12:02 Uhr

Irgendwie muss man Mitleid haben. Sie bemühen sich so sehr, machen "bewusst einen Gegenentwurf", der aber dann gesundem Menschenverstand und Erfahrung widerspricht, nur um gewollt anders zu sein. Erfolgreich sein werden sie damit natürlich nicht, und das ist schade, denn Deutschlands Blockparteiendemokratie könnte eine starke Opposition wirklich gebrauchen.

Herr Michael Müller

10.07.2017, 12:03 Uhr

Einfachste Methode um zurück in den Bundestags zu kommen:

Die Interessen des (Wahl-)Volkes vertreten.

Das ist zwar populistisch, aber sollten Politiker nicht populistisch sein? Populistisch ist nichts anderes, als die Meinung des Volkes (Volk = populus) zu vertreten!

Herr Günther Schemutat

10.07.2017, 12:33 Uhr

Je mehr Politiker von Freiheit des Einzelnen reden ,um so unfreier werden die Menschen. Eine einfache Formel die heute immer weiter ausgebaut wird ,durch Unfähigkeit der regierenden Politiker. Die SPD/GRÜNEN schon immer verliebt in Linkschaoten wie Scholz in den schwarzen Block das er ihnen sogar ein Hauptquartier spendiert hat , die rote Flora. Gibt es wie in Hamburg versuchten Mord an Polizisten die von Dächern mit Platten und Brennenden Benzinflaschen beworfen worden , ruft die SPD mehr Kontrolle .

Was macht die FDP sie mogelt sich bis zur Wahl im September einfach durch und
macht es wie Merkel die alles in Kauf nimmt , auch von Chaoten Unterstützen ,Hauptsache an der Macht.

An die Bürger denkt keine einzige Partei mehr.

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