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22.01.2016

17:27 Uhr

Davos 2016 – der dritte Tag

Tappen die Investoren in die Draghi-Falle?

EZB-Chef Mario Draghi versucht, die Märkte zu beruhigen, US-Außenminister Kerry Russland zu besänftigen – und Star-Schauspieler Kevin Spacey liegt die Weltelite zu Füßen: Das war der dritte Tag in Davos im Newsblog.

Versucht auch in Davos Optimismus zu verbreiten: EZB-Chef Mario Draghi. dpa

EZB-Chef Draghi

Versucht auch in Davos Optimismus zu verbreiten: EZB-Chef Mario Draghi.

Davos/DüsseldorfIn Davos treten viele prominente Redner auf, doch der Freitag liefert mehrere Höhepunkte. Die am stärksten überbuchte Veranstaltung ist allerdings weder die Diskussion mit EZB-Chef Mario Draghi, noch die Rede von US-Außenminister John Kerry. Kevin Spacey, den Hollywood-Star und Hauptdarsteller in der Serie „House of Cards“, will in Davos fast jeder treffen.

Tag 3 in Davos

Weltwirtschaftsforum: Heute wird der Name zum Programm

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+++Schäuble: Habe Tsipras nicht beleidigt+++

Die Zukunft des Euro und die Lage beim Sorgenkind Griechenland sorgen in Davos für hitzige Debatten. So pochte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble bei einer Podiumsdiskussion unter anderem mit dem griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras auf die Einhaltung mühsam erreichter Vereinbarungen in Europa.

In dem Zusammenhang ließ der CDU-Politiker den Satz fallen: „It's the implementation, stupid!“ Eine Anspielung auf den berühmten Wahlkampf-Spruch von Ex-US-Präsident Bill Clinton („It's the economy, stupid!“). In Athen kam das nicht so gut an. Eine Schäuble-Sprecherin musste am Freitag in Berlin auf Anfrage griechischer Medien klarstellen: „Das war in keiner Weise als Beleidigung gedacht.“

+++ Soldaten beim Koksen erwischt+++
Ausgerechnet mehrere Beschützer des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos sind beim Drogenkonsum ertappt worden. „Die Militärpolizei erwischte zwölf Soldaten beim Kiffen und Koksen“, berichtete die Schweizer Nachrichtenagentur SDA am Freitag. Zwölf Armeeangehörige hätten Cannabis konsumiert, fünf von ihnen zusätzlich Kokain, sagte Militärsprecher Stefan Hofer und bestätigte damit einen Bericht der Zeitung „Corriere del Ticino“.
Für den Schutz des Forums mit insgesamt 2500 Teilnehmern sind mehr als 3000 Soldaten und rund 1000 Polizisten im Einsatz.

Leidenschaftlicher Auftritt vor kleiner Runde in Davos.

Heimlicher König

Leidenschaftlicher Auftritt vor kleiner Runde in Davos.

+++ Kevin Spacey fesselt seine Zuhörer +++
Er versprach viel – und verstand es zu liefern: Schon im Vorfeld war der Andrang auf die Veranstaltung mit Oscar-Preisträger Kevin Spacey riesig. Spacey, der in der gefeierten US-Serie „House of Cards“ den skrupellosen Politiker Frank Underwood mimt, legte einen leidenschaftlichen Auftritt hin – und rührte seine Zuhörer mit einem wahren Schauspieler-Märchen. Den Auftritt können Sie hier nachlesen.

+++ Kerry deutet Ende von Russland-Sanktionen an +++
Die USA gehen auf Russland zu: Sollte sich Russland im Ukraine-Konflikt an das Minsker Friedensabkommen halten, werde man darüber nachdenken, die Wirtschaftssanktionen abzumildern, sagte US-Außenminister John Kerry am Freitag in Davos. Wenn sich beide Seiten anstrengten, sei eine Umsetzung des Friedensvertrages in den kommenden Monaten möglich. „Wenn das passiert ist der Weg frei, Sanktionen abzubauen“, so Kerry.

+++USA wollen Syrien-Hilfe aufstocken+++

Die USA haben zur Erhöhung der finanziellen Mittel für die Syrien-Hilfe um fast ein Drittel aufgerufen. Geberländer sollten den UN-Hilfsorganisationen mindestens 30 Prozent mehr als bisher überweisen, damit sie die Opfer des Krieges versorgen können, sagte US-Außenminister John Kerry am Freitag beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Dafür seien insgesamt 10 bis 13 Milliarden Dollar pro Jahr erforderlich.

Bittet die Weltgemeinschaft um mehr Syrienhilfe: US-Außenminister John Kerry. dpa

John Kerry

Bittet die Weltgemeinschaft um mehr Syrienhilfe: US-Außenminister John Kerry.

US-Präsident Barack Obama wirke auch darauf hin, dass sich zehn weitere Länder zur Aufnahme syrischer Kriegsflüchtlinge bereiterklären, sagte Kerry, ohne einzelne Staaten zu nennen. Die USA würden sich zudem dafür einsetzen, dass eine Million Flüchtlingskinder mehr als bisher Schulunterricht bekommen.

+++ Draghi: Notenbank nicht machtlos+++
Schwächeres Wachstum in den Schwellenländern und der Verfall der Ölpreise bereiten den Währungshütern der Europäischen Zentralbank (EZB) zunehmend Sorgen. Die Situation bei der Inflation gebe derzeit wenig Anlass zu Optimismus, sagte EZB-Präsident Mario Draghi am Freitag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos.

Die Notenbank sei aber nicht machtlos. "Wir haben reichlich Instrumente", sagte der Italiener. "Insbesondere haben wir die Entschlossenheit, den Willen und die Fähigkeit des Rats zu handeln und diese Instrumente einzusetzen."

Davoser Jahrmarkt der Wichtigkeiten: Von der Macht der Ohnmächtigen

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Premium Von der Macht der Ohnmächtigen

Ist der Weltwirtschaftsgipfel in Davos wirklich noch das Großereignis, zu dem er stilisiert wird? Wohl kaum. Die alten Eliten erleben neue Grenzen. Fünf Machtfaktoren dominieren das globale Geschehen. Eine Analyse.

Für Investoren war das so etwas wie ein Murmeltiertag, so Carsten Brzeski, Chefvolkswirt der Direktbank ING-Diba in Frankfurt. Schon einmal hatte Draghi im vergangenen Jahr eine deutliche Lockerung der Geldpolitik angekündigt. Tatsächlich senkte die EZB dann auch im Dezember etwa den Einlagezins für Banken weiter auf minus 0,3 Prozent. Doch alles in allem blieb die Zentralbank damals hinter den Erwartungen der Märkte zurück. Der Dax brach ein, der Euro sprang mehr als drei Cent in die Höhe.

Die Erinnerung an diese Episode scheint verblasst. Die neuerlich in Aussicht gestellte Lockerung der Geldpolitik fruchtet an den Märkten, der Dax legt den zweiten Tag in Folge fast zwei Prozent zu. Der Euro ist von 1,0905 Dollar vor Draghis Pressekonferenz am Donnerstag auf derzeit 1,0837 Dollar gefallen. Ein schwächere Euro macht für ausländische Investoren europäische Aktien attraktiver.

Der Werkzeugkasten der EZB

Leitzins

Das wichtigste Instrument ist der Leitzins, also der Zins, zu dem sich Geschäftsbanken bei der Notenbank Geld ausleihen können, um es dann zum Beispiel als Kredit an Unternehmen und Verbraucher weiterzugeben. Im August 2016 liegt der EZB-Zins bei historisch niedrigen 0,0 Prozent. Niedrige Zinsen können die Konjunktur ankurbeln.

Einlagezins

In normalen Zeiten bekommen Geschäftsbanken von der EZB Zinsen für überschüssiges Geld, das sie bei der Zentralbank parken. Im Juni 2014 senkten die Währungshüter den Zins unter die Nullgrenze. Aktuell müssen die Kreditinstitute einen Strafzins von 0,4 Prozent zahlen. Das Ziel ist eine Schwächung des Euro und ein Abbau der Einlagen der Banken bei der EZB.

Geldspritzen

Ende 2011/Anfang 2012 unterstützte die EZB Banken mit Notkrediten (LTRO) im Volumen von einer Billion Euro. Die Kredite wurden zu Mini-Zinsen und für drei Jahre gewährt. 2014 folgten weitere Notkredite, allerdings diesmal in deutlich geringerem Umfang.

Kauf von Kreditpaketen

Seit Herbst 2014 kauft die EZB Pfandbriefe (Covered Bonds) und gebündelte Kreditverbriefungen (ABS). Das soll Geschäftsbanken Freiräume zur Vergabe von Krediten verschaffen.

Staatsanleihen Käufe

Im Mai 2010 begann die EZB erstmals mit dem Kauf von Staatsanleihen. Das „Securities Markets Programme“ (SMP) sollte den Anstieg der Renditen von Anleihen angeschlagener Euro-Länder bremsen. Bis Anfang 2012 kaufte die EZB Staatspapiere für rund 220 Milliarden Euro, zumeist italienische Anleihen. Im September 2012 ersetzte das Programm „Outright Monetary Transactions“ (OMT) diese Maßnahme: Die EZB erklärt sich dabei bereit, notfalls unbegrenzt Anleihen von Krisenstaaten zu erwerben. Gekauft wurde in diesem Rahmen bisher keine Anleihe.

Quantitative Lockerung

Für die sogenannte Quantitative Lockerung druckt sich die Zentralbank quasi selbst Geld und kauft damit in großem Stil Anleihen - Staatsanleihen und andere Papiere wie Unternehmensanleihen. Das tut die EZB seit März 2015. Bis mindestens Ende März 2017 wollen die Währungshüter auf diese Weise 1,74 Billionen Euro in den Markt pumpen. Das soll die Konjunktur ankurbeln und die anhaltend niedrige Inflation wieder in Richtung der EZB-Zielmarke von knapp unter 2,0 Prozent befördern.

„EZB-Präsident Mario Draghi hat den geldpolitischen Joker ausgespielt und die Märkte kaufen ihm den Bluff erneut ab“, wundert sich etwa Jochen Stanzl vom Anlageportal CMC Markets. Kommunikation habe immer zwei Seiten, sagte Draghi. Es sei schwierig, die Schuld für Missverständnisse nur einer Seite zuzuschreiben. Die Schritte im Dezember, als auch das Anleihekaufprogramm um sechs Monate bis März 2017 verlängert wurde, seien völlig angemessen für den damaligen Zeitpunkt gewesen.

Handelsblatt in 99 Sekunden

Treibt uns das billige Öl in die Krise?

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Seitdem ist jedoch der Ölpreis deutlich gefallen und das Inflationsziel der Europäischen Zentralbank von knapp unter zwei Prozent in weitere Ferne gerückte. Im Dezember lag die Preissteigerung in der Euro-Zone bei 0,2 Prozent. Werte von unter null gelten als Deflation und davor fürchten sich Notenbanker. Denn dadurch könnten Unternehmen und Verbraucher dazu verleitet werden, Anschaffungen in Erwartung fallender Preise zu verschieben.

Der Dax sonnt sich in jedem Fall am Freitagnachmittag im Draghi-Effekt und liegt bei mehr als zwei Prozent im Plus.

World Economic Forum Davos 2016
Themen der 16-seitigen Beilage zum Treffen der globalen Elite u.a.:
– Warum Siemens-Chef Joe Kaeser nach Davos fährt
Vorstand Philipp Rösler erklärt, wie das WEF die Mächtigen der Welt zusammenbringt.
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+++ Die Flüchtlingskrise als Konjunkturpaket +++
Die Flüchtlingskrise ist nach Ansicht des Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, nicht nur eine enorme Herausforderung, sondern auch eine Chance für mehr wirtschaftliches Wachstum. „Die Gefahr ist, dass wir aus Angst es nicht schaffen, diese Chance zu nutzen“, sagte Draghi am Freitag beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Die Bewältigung der Krise werde erhebliche zusätzliche Investitionen der Staaten erfordern. Dies könne sich als „das größte staatliche Investitionsprogramm erweisen, das wir seit Jahren hatten“, erklärte der EZB-Chef.

Dass sei nötig, denn die demografische Entwicklung sei eine Erklärung dafür, dass das Wachstum in Europa so schwach ist.  Die USA seien da weiter. Deshalb unterscheide sich die Strategie der EZB von der Politik der US-Notenbank FED. „Die US-Wirtschaft ist konjunkturell weiter fortgeschritten als Europa. Es ist normal, dass auch die Geldpolitik unterschiedlich ist.“

EZB und Geldpolitik: Draghi in Öl

EZB und Geldpolitik

Draghi in Öl

Auf der heutigen EZB-Ratssitzung wird die Notenbanker vor allem der niedrige Ölpreis beschäftigen. Der Verfall birgt Risiken für die Preisstabilität. EZB-Chef Mario Draghi könnte die Geldpolitik bald weiter lockern.

+++ EZB verfehlt Inflationsziel auf Jahre+++
Angesichts des drastischen Preisverfalls beim Öl wird die EZB nach Ansicht von Experten auf Jahre hinaus ihr Inflationsziel verfehlen. Selbst zu Beginn des nächsten Jahrzehnts wird die Teuerungsrate in der Euro-Zone nur bei 1,8 Prozent liegen, wie aus einer am Freitag veröffentlichten Umfrage unter professionellen Beobachtern der Europäischen Zentralbank (EZB) hervorgeht.

Die EZB strebt einen Wert "unter, aber nahe zwei Prozent" an. Für dieses Jahr senkten die Beobachter ihre Prognose auf 0,7 von zuvor 1,0 Prozent. 2017 soll die Jahresteuerung dann mit 1,4 Prozent doppelt so hoch, doch noch immer meilenweit vom Ziel der EZB entfernt sein.

Angedeutet hatte es sich am Mittwoch, nun hat sie es offiziell angekündigt: Christine Lagarde kandidiert für eine zweite Amtszeit als IWF-Chefin. AFP

Christine Lagarde

Angedeutet hatte es sich am Mittwoch, nun hat sie es offiziell angekündigt: Christine Lagarde kandidiert für eine zweite Amtszeit als IWF-Chefin.

+++ Lagarde kündigt erneute Kandidatur an +++
Christine Lagarde will erneut für das Spitzenamt beim Internationalen Währungsfonds (IWF) kandidieren. „Ja, ich bin Kandidatin für eine zweite Amtszeit“, sagte die Französin am Freitag dem TV-Sender France 2 beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Sie habe dafür Unterstützung erhalten etwa aus Frankreich, Deutschland, Großbritannien, China oder Südkorea.

Kommentare (21)

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Lothar dM

22.01.2016, 11:24 Uhr

EUR-Zone in katastrophaler Lage!

hier die Fakten:

In den letzten fünfzehn Jahren ist die Industrieproduktion in Griechenland um 28 Prozent, in Italien um 21 Prozent, in Spanien und Portugal um 18 % und in Frankreich um 15% gesunken. Alle diese Länder sind meilenweit vom Peak in den Jahren 2007/8 entfernt, ohne dass sich nennenswert etwas bei den Zahlen verbessert hat. Im Gegenteil: Italien ist auf dem Niveau von vor 30 Jahren. Damals hatte das Land eine vergleichbare Industrieproduktion wie heute (s. Statistische Ämter der jeweiligen Staaten).

Zudem kommt hinzu, dass der italienische Bankensektor überschuldet ist. Die faulen Kredite in den Büchern der Banken erklimmen seit nunmehr sieben Jahren Monat für Monat ein neues Allzeithoch. Inzwischen liegt es bei 201 Milliarden Euro und entspricht 12,1 Prozent aller Kredite, die an private Haushalte und Unternehmen ausgereicht wurden. Die FAZ berichtete in dieser Woche sogar davon, dass „wackelige Kredite“ in einer Größenordnung von 150 bis 170 Milliarden Euro hinzugerechnet werden müssten. In der Spitze wären es dann über 22 Prozent aller Kredite an den Privatsektor, die problematisch sind. Normal wären 3 o. 4%. Italiens Banken und damit die gesamte Volkswirtschaft haben ein Riesenproblem. Von Griechenland will ich hier nicht ausführlicher sprechen. Dort ist Hopfen und Malz verloren. Nur so viel: Lediglich 3,6 Millionen der 11 Millionen Griechen sind erwerbstätig. Die Industrieproduktion ist in der Spitze seit November 2007 um 31,6% eingebrochen. Und auch im November letzten Jahres ist die Industrieproduktion im Vergleich zum Vorjahresmonat um 10,2% gesunken.

Umgekehrt ist in den letzten 15 Jahren die Industrieproduktion in Deutschland um 20% gestiegen. Deutschland hat das Vorkrisenniveau seiner Industrieproduktion wieder erreicht. Die deutsche Wirtschaft wächst und die Südländer des Euroclubs kommen nicht von der Stelle. Geht dies so weiter, werden die politischen Zentrifugalkräfte den Euro zerreißen.

Herr Marc Schmutz

22.01.2016, 11:46 Uhr

Welch` ein dummer Artikel ! In der jüngsten Vergangenheit leider typisch für das Handelsblatt.

Am Weekend wird Draghi nachlegen, und im März mehr als liefern. Ein Fauxpas wie im Dezember wird ihm erneut nicht passieren, er hat gestern -spätestens in der PreCo- das Gov council geeicht und weiss um die wichtigste Währung der Zentralbank: Vertrauen

Aber wer gegen die Zentralbank oder gar gegen China wetten will - Gerne. Das sind nicht die frühen 90err, was G Soros leider auch noch nicht begriffen hat.

Herr Tom Schmidt

22.01.2016, 11:50 Uhr

Ja hoffentlich tappen sie in die Falle! Ich befürchte aber, dass die Volskwirtschaften in seine Falle tappen. die Begründungen der EZB sind hanebüchen: Weil Energie günstig ist, können wir nicht konsumieren und die EZB muss handeln.... was rauchen die?

Ich möchte aber auf einen anderen Aspekt der Rede hinweisen: In einem Monat verhandelt das Bundesverfassungsgericht zum Thema OMT. Entweder es bricht völlig ein, oder Draghi braucht einen Plan B. Man achte in diesem Zusammenhang auf die nationalen Notenbanken, die illegal die Anleihen ihrer Staaten gekauft haben (nach einem kurzen Aufreger war das Thema wieder aus den Medien...) oder es könnte jetzt sein, dass die EZB nicht mehr Staatsanleihen kauft, sondern z.B. Papiere der Regionen und Kommunen (indirekt können sich dann auch wieder die Staaten versorgen. Dann wird uns erstmal wieder erzählt werden, dass das was ganz anderes sei... und man kann jahrelang prozessieren (und inzwischen versuchen die Kläger mit Rechnungen mundtot zu machen).

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