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20.01.2016

11:15 Uhr

Weltwirtschaftsforum 2016

Warum die Chefs mit mieser Laune nach Davos reisen

VonTorsten Riecke

Viele Chefs kommen mit mulmigen Gefühlen zum Elitegipfel in die Alpen – denn sie sehen die weltweiten Wachstumsaussichten für ihre Unternehmen in Gefahr. Der Absturz der Börsenkurse ist ein eindeutiges Warnsignal.

Am meisten sorgen sich die deutschen Manager über die staatliche Überregulierung, geopolitische Risiken und die Schuldenkrise. Reuters

Davos unter Schnee

Am meisten sorgen sich die deutschen Manager über die staatliche Überregulierung, geopolitische Risiken und die Schuldenkrise.

DavosDas diesjährige Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos soll eigentlich ein Signal zum Aufbruch ins digitale Zeitalter werden. Doch die meisten Manager reisen mit mulmigen Gefühlen zum Elitegipfel in die Schweizer Berge. Zwei Drittel der Top-Manager weltweit sehen für die Wachstumsaussichten ihrer Unternehmen heute mehr Gefahren als vor drei Jahren. Das ergab eine Umfrage der Wirtschaftsberatungsgesellschaft PriceWaterhouseCoopers (PwC) unter mehr als 1.400 Chief Executives (CEO) rund um den Globus. Nur noch ein Viertel von ihnen glaubt, dass sich die Lage der Weltwirtschaft in den kommenden zwölf Monaten verbessert.

Die deutschen Vorstandschefs sind sogar noch etwas pessimistischer als ihre Kollegen aus den anderen Industrieländern: Nur knapp 30 Prozent rechnet damit, in diesem Jahr überhaupt Wachstum zu erzielen.
„Die Verunsicherung in den Chefetagen nimmt weiter zu. Die Zunahme weltweiter politischer Krisen und Konflikte, die Entwicklung des Ölpreises, das verlangsamte Wachstum von Chinas Wirtschaft und die Herausforderungen durch Zuwanderung sind neue Risiken, die sich spürbar auf die Stimmungslage der Top-Manager ausgewirkt haben. 2016 wird kein Erfolgsjahr“, sagte Norbert Winklejohann, Vorstandssprecher von PwC-Deutschland.

World Economic Forum Davos 2016
Themen der 16-seitigen Beilage zum Treffen der globalen Elite u.a.:
– Warum Siemens-Chef Joe Kaeser nach Davos fährt
Vorstand Philipp Rösler erklärt, wie das WEF die Mächtigen der Welt zusammenbringt.
– Die Digitalisierung stellt Branche für Branche auf den Kopf. Beispiele aus Industrie und Finanzen.

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Am meisten sorgen sich die deutschen Manager über die staatliche Überregulierung, geopolitische Risiken und die Schuldenkrise. Mehr als verdoppelt hat sich jedoch die Angst vor gesellschaftlicher Instabilität. Die PwC-Experten führen das vor allem auf die Erschütterungen durch die aktuellen Flüchtlingskrise zurück.

Verunsichert wird die deutsche Wirtschaftselite auch durch den technologischen Wandel. Die Cyber-Kriminalität und das Tempo des technischen Fortschritts stehen bei den unternehmerischen Risiken zusammen mit dem Fachkräftemangel ganz oben. Der Grund ist, dass die sogenannte vierte industrielle Revolution viele bisherige Geschäftsmodelle infrage stellt und unsere Arbeitswelt massiv verändern wird. Nach einer Studie des WEF wird die digitale Revolution zusammen mit anderen Faktoren in den nächsten fünf Jahren rund fünf Millionen Arbeitsplätze in den 15 wichtigsten Industrie- und Schwellenländern vernichten.

Davos

Weltwirtschaftsforum 2016: Das passiert am ersten Tag

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„Jede bisherige industrielle Revolution wurde von zwei Kräften angetrieben, nämlich von Automatisierung und Konnektivität, allerdings noch nie in dieser Intensität. Diese beiden Kräfte werden sich auf die einzelnen Länder, Unternehmen und Menschen ganz unterschiedlich auswirken. Diejenigen, die sich wirtschaftlich darauf einstellen können, werden für diese dynamische Zukunft besser gerüstet sein“, sagte UBS-Verwaltungsratschef Axel Weber bei der Vorstellung eines „White Papers“ zur Digitalisierung in Davos.

Kommentare (31)

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Herr Wilfried Runft

20.01.2016, 11:32 Uhr

Für diese miese Laune sehe ich viele Ursachen:
Die Globalisierung hat nicht zur Befriedung auf der Welt beigetragen, im Gegenteil, die kriegerischen Auseinandersetzungen haben deutlich zugenommen.
Zur Sicherung der Industrie wurde in immer größerem Maße die nationale Polik von der Wirtschaft bemüht, was zu Protektionismus und Subvention führte. Das ist auch im Bereich der Besteuerung zu sehen.
Des Weiteren sind Flüchtlingsströme in Gang gekommen, die nicht mehr beherrschbar sind und unweigerlich die Abschottung nationalstaatlicher Grenzen zur Folge haben wird (muss!)

Account gelöscht!

20.01.2016, 11:33 Uhr

Wie schon öfters vorgebracht....eine Gesellschaft, die von der Politik, den NGOs und den Medien dazu gezwungen wird auf das CO2 zu verzichten und nur noch ihr Auskommen in einer Grün-Sozialistischen CO2 freien Gesellschaft haben soll, die wird zwangsläufig keine Investitionen mehr in die CO2 Produktion/Konsum und Dienstleistungen unternehmen. Diese Grün-Sozialistische CO2 freie Politik verbietet also den Bürger und Unternehmer des Landes sich an der freien Marktwirtschaft als wirtschaftlicher Wertschöpfer = Wohlstandsbringer und Innovationsgeber zu beteiligen.
Unser Wohlstand und unser Fortschritt wie auch unsere Innovationskraft basiert nun mal auf dem CO2 und NICHT auf einer CO2 freien Gesellschaft/Wirtschaft. Wer das kapiert hat, der weis auch, wie schädlich diese Beschlüsse auf diesen marktfeindlichen/gesellschaftsfeindlichen Klimakonferenzen wirken. Und die NGOs, Grün-Sozialistische Politiker und Medien der freien Wirtschaft und damit der Freiheit der Gesellschaft immer mehr Marktverbote (per Gesetz) und Regelwerke aufdiktieren. Und dies ist Gift für jede gesunde Wirtschafts- und damit Wohlstandsentwicklung und zum Schluss auch für einen Sozialstaat, wie er in Deutschland noch praktiziert wird.
Danke!

Herr Günther Schemutat

20.01.2016, 11:41 Uhr

Sehr wichtig wird sein wie alle zu den kommenden Staatsversagen Deutschlands und der damit verbundenen Auflösung Europas stehen.

Die Lösung für Flüchtlinge wäre gewesen ,in GR,Mazedonien und Bulgarien große
Flüchtlingslager aufzubauen und diese komfortabel auszustatten Finanziert von Deutschland und der EU. Das bringt den Vorteil , das auch noch Arbeitsplätze geschaffen werden in einer Struktur armen Landschaft. Solange werden die Flüchtlinge versorgt bis Frieden in Syrien ist.

Weiterhin werden 10 000 Tausend junge Syrier in Deutschen Kasernen zu einer Befreiungsarmee ausgebildet. Das hat Tradition, im 2 WK kämpften viele Soldaten aus besetzten Ländern für ihr Vaterland. Punkt!

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