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17.01.2017

08:33 Uhr

Davos 2017

Der erste Tag

VonKirsten Ludowig

Es knirscht im globalen Machtgefüge. Staatsmänner und Konzernlenker sollen neue Strategien zu entwickeln, um die Herausforderungen zu meistern. Ein Blick auf die großen Themen am ersten Tag des Weltwirtschaftsforums.

Handelsblatt live in Davos

„Chinesische Elite endlich in Davos“

Handelsblatt live in Davos: „Chinesische Elite endlich in Davos“

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DavosGleich zum Start des World Economic Forum 2017 spricht der Mann, auf dessen Auftritt alle gespannt warten: Chinas Präsident Xi Jinping. Es ist eine Premiere, keiner seiner Vorgänger fand je den Weg in das schweizerische Davos zum Treffen der globalen Eliten. Und er kommt nicht allein, eine große Delegation aus Politikern und Topmanagern – darunter einige der reichsten Männer der Volksrepublik wie Jack Ma, Gründer und CEO des Internetriesen Alibaba – begleitet ihn. Das Signal ist klar: China ist stark und will Einfluss nehmen auf das, was die Welt und ihre Entscheider bewegt. Besonders interessant wird, was Xi Jinping zu Donald Trumps jüngsten Attacken sagt. Oder ob er dazu schweigt. Der designierte US-Präsident, der am Freitag vereidigt wird, hatte China zuletzt heftig kritisiert und die Beziehungen zwischen den beiden größten Volkswirtschaften belastet. Trump wird zwar nicht in Davos sein, aber Mitglieder aus seinem Übergangsteam wie Hedgefondsmanager Anthony Scaramucci.

Vielleicht gelingt ja hinter den Kulissen eine Annäherung. Am ersten Tag in Davos stehen aber nicht nur die Wirtschaftsmächte im Fokus, sondern auch die Schwergewichte aus der Unternehmenswelt. In der Veranstaltung „Size Matters: The Future of Big Business“ geht es um die wenigen Konzerne, die das Gros der Gewinne erwirtschaften – und daraus resultierend um die Frage, ob die Konzentration zulasten von Wettbewerb und Innovation geht. Andrew N. Liveris, Chef von Dow Chemical, wird
das wohl verneinen. Der von ihm geführte US-Chemiekonzern ist schon jetzt der größte Amerikas und wird, sofern die angekündigte Megafusion mit Dupont klappt, zur weltweiten Nummer eins aufsteigen. Aber auch Ruth Porat wird dazu einiges zu sagen haben. Sie wacht seit gut eineinhalb Jahren über die Finanzen des Google-Mutterkonzerns Alphabet. Die Holding lässt sich ihre Experimente, die berühmt-berüchtigten „Moonshot“-Vorhaben, einiges kosten. Gesprochen wird am ersten Tag in Davos aber auch über das, was als die nächste Stufe der digitalen Revolution gilt: künstliche Intelligenz, kurz KI.

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Brexit, Trump, der Aufstieg der Populisten: Die Welt war lange nicht mehr so unberechenbar. Auch die Dax-Chefs sehen die steigende Unsicherheit als große Herausforderung bei der Führung ihrer Konzerne.

So diskutieren Microsoft-Chef Satya Nadella, IBM-Chefin Ginni Rometty und Baidu-Präsident Zhang Ya-Qin über Grundsätze und technische Standards. Baidu ist bekannt als Betreiber von Chinas führender Suchmaschine. Rund um dieses einträgliche Geschäft wird wie bei Google viel ausprobiert im Bereich des automatisierten Fahrens und KI. IBM baut auf Watson, einen Supercomputer, der die menschliche Sprache versteht und auf Fragen antwortet. Rometty sieht vielfältige Einsatzmöglichkeiten: vom Kundenservice über die Wettervorhersage bis zur Krebstherapie. Nadella von Microsoft setzt sich für mehr Koordination und Zusammenarbeit bei dem Thema ein.

Um die Zukunft geht es auch in einer Vielzahl weiterer Module, speziell um die einzelner Branchen: So spricht etwa Deutsche-Bank-Chef John Cryan über den Umbruch im Finanzsektor, Saudi-Aramco-Chef Amin H. Nasser über den Wandel in der Energieindustrie. Letzterer ist ein viel beachteter CEO: Wenn Saudi-Arabien wie geplant 2017 oder 2018 Teile des staatlichen Ölkonzerns an die Börse bringt, dürfte das mit Abstand der größte IPO aller Zeiten werden.

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