Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

18.01.2017

08:00 Uhr

Davos 2017

Der zweite Tag

VonDaniel Schäfer

Am zweiten Tag dreht sich in den Graubündner Bergen alles um die großen politischen Turbulenzen und Krisen, die das Weltgefüge aus den Angeln zu heben drohen.

Am zweiten Tag dreht sich in den Graubündner Bergen alles um die großen politischen Turbulenzen und Krisen, die das Weltgefüge aus den Angeln zu heben drohen. Reuters, Sascha Rheker

Der zweite Tag

Am zweiten Tag dreht sich in den Graubündner Bergen alles um die großen politischen Turbulenzen und Krisen, die das Weltgefüge aus den Angeln zu heben drohen.

DavosAuf diesen intensiven Tag kann man sich bei Bedarf am frühen Morgen vorbereiten, indem man besinnlich-achtsam zusammen mit einem buddistischen Mönch meditiert. Derart gestärkt, kann man sich in der ersten Tageshälfte ganz dem Aufstieg des Populismus widmen: Zunächst werden hochrangige Politiker und Experten darüber debattieren, wie die „ausgequetschte und verärgerte“ Mittelschicht angesichts der zunehmend schlechten Arbeitsbedingungen, des niedrigen Wirtschaftswachstums und der Digitalisierung wieder in eine bessere Lage versetzt werden kann. Darüber werden unter anderem der US-Ökonom Larry Summers, die neue kanadische Außenministerin Chrystia Freeland und der italienische Finanzminister Pier Carlo Padoan sprechen.

Auch der neue amerikanische Präsident Donald Trump, der am Freitag vereidigt wird, ist auf einer populistischen Welle ins Weiße Haus geschwommen. Am Mittwoch dürfte sich US-Vizepräsident Joe Biden bei seiner Farewell-Rede in Davos zu Trump äußern. Die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen wird fernab von Berlin über den Tellerrand ihres Ministerpostens hinausblicken – und mit dem ehemaligen Mehrheitsführer der Republikaner im US-Repräsentantenhaus, Eric Cantor, über den Aufstieg der Populisten und die „Rebellion der Vergessenen“ diskutieren.

Später am Tag wird sich von der Leyen ihrem Kernthema widmen und unter anderem mit ihrem niederländischen Amtskollegen über die Zukunft der transatlantischen Allianz sprechen. Was die Wirtschaft dazu beitragen kann, die zerrissenen Bande zwischen Gesellschaft und Eliten wieder zu knüpfen, wird ebenfalls thematisiert: Darüber tauschen sich Topmanager wie der Philips-Chef Frans van Houten und der ehemalige SAP-Co-Chef Jim Hagemann Snabe auf der Bühne im Konferenzzentrum des Weltwirtschaftsforums aus.

Wem das immer noch ein zu pessimistischer Grundton ist, der findet in Davos auch Anlass zur Hoffnung: Auf dem Panel „Ein positives Narrativ für die globale Gemeinschaft“ unterhalten sich unter anderem Facebook-COO Sheryl Sandberg und Hewlett-Packard-Chefin Meg Whitman darüber, wie die Eliten die sehr positive Grundhaltung der jungen Millennials vernünftig kanalisieren können. Und auch der chinesische Milliardär und Internetunternehmer Jack Ma wird in einer Unterhaltung mit dem „New York Times“-Reporter Andrew Ross Sorkin vermutlich die positiven Aspekte der Digitalisierung und des globalen Welthandels betonen.

Wem das alles noch nicht aufregend genug war, der kann schließlich am Abend auf Einladung des „National Geographic“ auf dem 2 500 Meter hohen Rinerhorn Erzählungen echter Abenteurer zuhören.

Kommentare (2)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

18.01.2017, 09:08 Uhr

Nochmal!
Es gibt das "Weltgefüge" NICHT!. Somit kann auch kein "Weltgefüge" aus irgendwelchen Angeln gehoben werden.
Der Weg ist das Ziel im Leben der Menschen bzw. im Leben an sich. Ein Wortkonstrukt "Weltgefüge" sagt ja aus, dass es sich hier um ein stationäres Ziel handelt...also einen Endpunkt. So funktionert aber Leben und Politik nicht...es ist alles und immer im Fluss...auf dem Weg....Veränderung ist das Ziel. Ohne Veränderung nämlich keine Weiterentwicklung.

Lothar dM

18.01.2017, 09:24 Uhr

2. Tag des "Elitentreffens" in Davos ... ein ganz normaler Nachrichten-Tag in Merkel-Deutschland:

MANNHEIM. Die Staatsanwaltschaft Mannheim hat gegen einen 20-Jährigen Anklage wegen des Verdachts der besonders schweren Vergewaltigung, der gefährlichen Körperverletzung und der Unterschlagung erhoben.

Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, wir dem aus Algerien stammenden Mann vorgeworfen, am Morgen des 22. Juli 2016 eine Frau in der Mannheimer Neckarstadt angesprochen und bis vor ihr Wohnanwesen begleitet zu haben. Dort angekommen habe die Frau dem 20-Jährigen erklärt, dass er gehen müsse und den Hauseingang betreten. Daraufhin habe der Angeschuldigte die Geschädigte von hinten überfallen, sie gewürgt und zu Boden gebracht. Anschließend habe er ihr mehrfach in den Oberkörperbereich getreten und sie erheblich verletzt, woraufhin die Geschädigte zu keiner Gegenwehr mehr fähig gewesen sei. Dies habe der Angeschuldigte ausgenutzt, "um mit ihr den Geschlechtsverkehr zu vollziehen", hieß es in der Mitteilung. 20-Jähriger bestreitet Tat.

Polizei: „Eine heftige Attacke“
Die Frau hatte schwere Verletzungen erlitten, die eine mehrwöchige stationäre Behandlung im Krankenhaus erforderten. Die Goldkette der Geschädigten soll der Angeschuldigte an sich genommen und sie noch am selben Tag weiterverkauft haben.
Der Frau war im Lauf des Geschehens ein Sportler zu Hilfe gekommen, woraufhin sich der Angeschuldigte entfernt hatte. Er wurde am 28. Juli 2016 im norddeutschen Raum verhaftet und befand sich seitdem in Untersuchungshaft.
Der Mann, der nach Angaben der Staatsanwaltschaft unter verschiedenen Personalien registriert ist, bestreitet den Tatvorwurf im Wesentlichen. Da aufgrund eines Altersgutachtens nicht ausgeschlossen werden kann, dass der Angeschuldigte zur Tatzeit 20 Jahre alt war, wurde Anklage bei der Jugendkammer erhoben. (dls)
Montag, 16.01.2017

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×