Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

18.01.2017

13:24 Uhr

Trumps langer Schatten

Wie die Weltelite in Davos ätzt und ächzt

Am Freitag wird Donald Trump als US-Präsident vereidigt. Er ist auf dem jährlichen Treffen von Topmanagern und Spitzenpolitikern in Davos das Gesprächsthema. Manche sorgen sich, andere üben sich in Zynismus.

US-Bürger beim Weltwirtschaftsforum

„Trump riskiert die geopolitische Ordnung – das könnte Gewalt hervorbringen“

US-Bürger beim Weltwirtschaftsforum: „Trump riskiert die geopolitische Ordnung – und damit Gewalt“

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

DavosChristine Lagarde hat die Lacher auf ihrer Seite. Sie sitzt auf der Bühne des Weltwirtschaftsforums in Davos, wo eine hochkarätige Runde von Politikern, Ökonomen und Finanzmanagern über die anstehende Amtseinführung von Donald Trump als US-Präsident diskutiert. Sie wolle keine Vorhersagen treffen über Trumps künftige Politik, sagt die Chefin des Internationalen Währungsfonds. Und ergänzt dann: „Wir wissen nicht wirklich, wie der Plan aussieht – wenn es so etwas wie einen Plan gibt.“

Der locker daher gesagte Spruch bringt die Stimmung auf dem Treffen der Wirtschaftselite in den Schweizer Alpen auf den Punkt. Es herrscht Unsicherheit. Wie soll man seine Geschäfte planen, wenn ein kommender US-Präsident mit ein paar harschen Worten ganze Branchen ins Schlingern bringt – wie bei seiner Kritik an Medikamentenpreisen. Dies hatte an der Börse für einen Kursknick bei den Aktien von Pharma- und Biotechkonzernen gesorgt; Milliarden an Wert wurden binnen Minuten vernichtet. Oder bei seiner Kritik am Bau von Autofabriken im Nachbarland Mexiko – hier war auch der deutsche Premiumhersteller BMW in die Schusslinie geraten. Hinter vorgehaltener Hand erzählen US-Topmanager von ihrer Angst vor höheren Einfuhrzöllen. „Wir müssten unsere Preise mindestens verdoppeln“, warnt ein Unternehmensboss.

+++ Live-Blog Davos +++: „Deutschland muss Führungsrolle in Europa übernehmen“

+++ Live-Blog Davos +++

„Deutschland muss Führungsrolle in Europa übernehmen“

Bis Freitag diskutieren etwa 3.000 Spitzenpolitiker, Wirtschaftsbosse und Wissenschaftler in dem Schweizer Wintersportort über Antworten auf politische, soziale und wirtschaftliche Probleme. Der zweite Tag im Newsblog.

Populismus sei derzeit das größte Problem für die Welt und die Wirtschaft, sagt der milliardenschwere US-Hedgefonds-Manager Ray Dalio. Denn: „Populismus bedeutet per Definition Nationalismus und Protektionismus.“ Für die Topmanager in Davos, die ihre Vermögen dank des weltweiten Wirtschaftens gemacht haben, sind das denkbar schlechte Nachrichten.

„Es ist schon eine verkehrte Welt: Die Nation, die für Freihandel steht, tritt auf die Bremse. Und Chinas Präsident hält eine Feuerrede für die globale Wirtschaft, für das System, das uns allen Wohlstand gebracht hat“, sagt Frank Riemensperger, Deutschland-Chef der Unternehmensberatung Accenture und ein regelmäßiger Gast in Davos. Der chinesische Staats- und Regierungschef Xi Jinping hatte das Weltwirtschaftsforum mit einem Plädoyer für den weltweiten Freihandel eröffnet. Er setzte dabei bewusst einen Kontrapunkt zu Trump, der angekündigt hatte, gleich nach seiner Amtsübernahme internationale Freihandelsabkommen zu kündigen.

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

18.01.2017, 15:49 Uhr

Die Kapitalisten Mafia in Davos vereint. Geht wohl ihr kommunistischer Weltregierungsplan nicht auf?!
So ein Pech auch...vorbei die Abzocke und das Ausquetschen der Völker dieser Welt mit immer mehr Steuern und Abgaben durch eine CO2 freies Diktat....wer eine CO2 freie Welt fordert, der will nichts anders als den Wohlstand, die Luft und das Leben der Menschen zu bestimmen und mit noch mehr Steuern und Abgaben zu belasten.
Das CO2 ist nämlich für unser Wohlstandsleben und das Leben allgemein unerlässich und somit eignet sich die Bevormundung durch eine CO2 freie Welt eine optimale Besteuerungsgrundlage. Abzocken bis zum Abwinken so zu sagen!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×