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21.03.2011

17:21 Uhr

1,5 Milliarden für Hochschulen

Bund finanziert zusätzliche Studienplätze

Das Ende der Wehrpflicht lässt in den nächsten Jahren den Bedarf an Studienplätzen in die Höhe schnellen. Insgesamt 1,5 Milliarden Euro müssen Bund und Länder dafür auf den Tisch legen, so verständigte sich nun die GWK.

Überfüllter Hörsaal: Die Aussetzung der Wehrpflicht verlangt die Schaffung von mehr Studienplätzen. Quelle: dpa

Überfüllter Hörsaal: Die Aussetzung der Wehrpflicht verlangt die Schaffung von mehr Studienplätzen.

BerlinBund und Länder werden wegen der Aussetzung der Wehrpflicht in den nächsten vier Jahren bis zu 59.000 zusätzliche Studienanfängerplätze finanzieren. Dafür müssen sie gemeinsam bis zu 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung stellen. Darauf hat sich am Montag die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) von Bund und Ländern verständigt.

Die Zusagen gäben den Hochschulen die notwendige Sicherheit, um rechtzeitig zusätzliche Studienangebote zu schaffen. Das unterstrich der GWK-Vorsitzende, Berlins Wissenschaftssenator Jürgen Zöllner (SPD), gemeinsam mit der Vize-Vorsitzenden, Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU).

Mit dem 2006 von Bund und Ländern vereinbarten Hochschulpakt zur Schaffung zusätzlicher Studienplätze für die geburtenstarken Jahrgänge haben inzwischen zusätzlich über 182.000 jungen Menschen die Chance auf eine Hochschulausbildung erhalten. Das sind doppelt so viele Studienanfängerplätze wie zunächst geplant, geht aus einer bei der Sitzung vorgelegten Zwischenbilanz hervor.

Der überwiegende Teil der zusätzlichen Studienplätze - mehr als 127.000 - entstand an den Fachhochschulen. Der Bund hat sich bis zum Jahr 2010 mit mehr als zwei Milliarden Euro an der Finanzierung der Plätze beteiligt. Dies ist eine Verdoppelung der ursprünglich vorgesehenen Bundesmittel.

Die Grünen bezeichneten den Beschluss über die zusätzlichen Studienplätze wegen der Wehrdienstaussetzung als „Flickschusterei“. Die „bloße Verwaltung des Studienplatzmangels“ werde den Numerus clausus verschärfen und zu noch schlechteren Studienbedingungen führen, kritisierte der hochschulpolitische Sprecher Kai Gehring.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Zorro

21.03.2011, 18:22 Uhr

was sind 1,5 Milliarden Euro gegen die Kosten für denn Euro Rettungschirm von 22 Milliarden ,denn wir nicht brauchen sondern nur zahlen müßen .
Armer Steuerzahler zieh dich warm an und arbeite bis 68.
mfg. Zorro

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