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16.07.2013

21:11 Uhr

100 Millionen Euro Hilfe

Schäuble will griechischen Unternehmen helfen

ExklusivFinanzminister Schäuble griechischen Unternehmen rund 100 Millionen Euro Finanzhilfen anbieten. Am Donnerstag trifft er die Athener Regierung. Deutschland soll den Hilfsfonds nicht alleine füllen.

Griechenlands Konzerne könnten bald Hilfe von der KfW bekommen. dpa

Griechenlands Konzerne könnten bald Hilfe von der KfW bekommen.

BerlinBundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) wird der Athener Regierung bei seinem Besuch an diesem Donnerstag finanzielle Hilfe durch die staatliche KfW-Förderbank anbieten. Nach Informationen des Handelsblatts (Mittwochausgabe) aus Finanzkreisen wird er den Griechen 100 Millionen Euro für den Aufbau eines Förderfonds für kleine und mittelständische Unternehmen zusagen.

Ein entsprechendes Darlehen würde die KfW der sogenannten „Institution for Growth“ gewähren. Dieser neu gegründete Fonds könnte dann Kredite an Unternehmen vergeben. Die griechischen Banken sind nicht in der Lage, die Wirtschaft mit ausreichend Krediten zu versorgen.

Die deutsche Förderbank soll den Fonds nicht alleine füllen. Auch die EU soll über ihre Strukturfonds Geld zur Verfügung stellen. Zudem ist eine Beteiligung der Europäischen Investitionsbank (EIB) geplant. Insgesamt könnte die „Institution for Growth“ damit zunächst rund 500 Millionen Euro verwalten. Einige Details würden aber noch verhandelt, hieß es in Finanzkreisen.

Schäuble will eine kurze Rede vor der griechisch-deutschen Handelskammer in Athen halten, sich mit dem griechischen Regierungschef Antonis Samaras und seinem Amtskollegen Ioannis Stournaras treffen, berichtete die griechische Presse.
Wie es aus Kreisen des Finanzministeriums weiter hieß, wollen die Griechen auch die Meinung Schäubles zu einem anderen Thema hören. Griechenland wird allen Anzeichen nach 2014 nach dem Ende des aktuellen Hilfsprogramms weitere Hilfen brauchen. Die Griechen haben von den 50 Milliarden Euro Hilfen, die für die Rekapitalisierung ihrer Banken vorgesehen waren, nur 37 Milliarden genutzt. Athen ist der Ansicht, dass die restlichen 13 Milliarden als eine Art Sicherheitspolster verwendet werden könnten, falls Athen tatsächlich nächsten Frühling frisches Geld brauchen sollte. Dann wäre auch kein neues Hilfsprogramm nötig sein, berichteten übereinstimmend griechische Medien.

Mit Reuters

Von

jhi

Kommentare (37)

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Augias

16.07.2013, 19:18 Uhr

Schäuble will griechischen Unternehmen helfen
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Von allen Nationen in diesem Universum kann man mit Fug und Recht behaupten, dass den Griechen nicht zu helfen ist!
Um ihnen zu helfen, müssten sie zunächst einsehen, dass die Party auf Kosten anderer endgültig vorbei ist, und dass sie selbst durch ihre Maßlosigkeit, Anmaßung und Dummheit maßgeblich zu der grandiosen Desolatesse beigetragen haben. Sie haben sich Gehälter gegönnt, die nicht einmal ansatzweise mit ihrer Produktivität in Einklang standen. Wer über Jahrzehnte dermaßen verwöhnt wurde, mit geradezu obszönen Benefiz' bedient wurde, wird es schwer haben, die eigene Realität zu erkennen - viel weniger, sich danach zu richten!

trobarie

16.07.2013, 19:26 Uhr

Nimmt der das Geld aus dem Spendenkoffer??? Was für ein endloser Irrsinn. Lasst den Griechen ihren eigenen Lauf, lasst ihr die Drachme und einen Neuanfang, alles andere ist und bleibt Murks.

kraehendienst

16.07.2013, 19:33 Uhr

In Irland lachte man laut und sogar auf Aufnahmen über Deutschland in 2008. Nun kann und darf wieder über diese ausblutende Nation gelacht werden. Vorallem aber lachen die Griechen - während sie ihren Urlaub nie unterbrechen. Erst Recht nicht Juli/Aug.

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