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05.09.2011

20:16 Uhr

128 Gefährder in Deutschland

Innenminister Friedrich warnt vor Terroristen

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich hat erneut vor islamistischen Terroristen in Deutschland gewarnt. Der CSU-Politiker sprach von 128 Gefährdern, Personen, die erhebliche Straftaten begehen könnten.

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich warnt vor islamistischen Terroristen in Deutschland. dpa

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich warnt vor islamistischen Terroristen in Deutschland.

Berlin, BrüsselKurz vor dem zehnten Jahrestag der Anschläge auf New York und Washington hat Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) vor islamistischen Terroristen in Deutschland gewarnt. „Wir haben fast 1000 Personen, die man als mögliche islamistische Terroristen bezeichnen könnte“, sagte Friedrich der „Bild“-Zeitung (Montag).

Davon seien 128 Gefährder - also Personen, von denen angenommen werden könne, dass sie erhebliche Straftaten begehen könnten. „Das schließt auch einen Anschlag mit ein.“ Für Friedrich ging die größte Gefahr von Einzeltätern aus: “Sie sind schwer zu entdecken.“

Für die Experten der EU bleibt die Gefahr von Attentaten in Europa unverändert hoch. „Die Bedrohung ist heute vielschichtiger und komplizierter“, sagte der EU-Koordinator für die Terrorbekämpfung, Gilles de Kerchove, am Montag in Brüssel. „Wir müssen uns auf kleinere Anschläge einstellen, die nicht mehr das Ausmaß vom 11. September 2001 haben werden.“ Dank neuer Sicherheitstechniken, mehr Kontrollen und Datenaustausch sei eine Attacke wie 2001 in New York für Europa auszuschließen. „Das heißt aber nicht, dass wir völlig außer Gefahr sind.“

Nach Worten de Kerchoves hat das Terrornetzwerk Al-Kaida nach dem Tod seines Anführers Osama bin Laden stark an Bedeutung verloren. An dessen Stelle könnten aber neue Terrorgruppen oder radikalisierte Einzeltäter treten.

Insbesondere die Demokratiebewegung in einigen arabischen Ländern und der Bürgerkrieg in Libyen leisteten dieser Entwicklung Vorschub. Enttäuschte junge Leute oder entlassene Gefangene könnten sich dort Terrorgruppen anschließen. In Libyen seien viele Kämpfer mit gefährlichen Waffen und Raketen ausgerüstet. „Es gibt die Möglichkeit, dass Al-Kaida zu neuem Leben erwacht“, warnte de Kerchove.

Kommentare (2)

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Pendler

05.09.2011, 20:34 Uhr

Also jetzt übertreibt der Innenminsiter aber.

Aber Frau Merkel und Herrn Schäuble gleich als Terroristen zu bezeichnen, nur weil sie uns ins Chaos führen, ist wohl doch etwas zu viel, finde ich.

Unglaeubiger

06.09.2011, 15:21 Uhr

wieso werden nicht die gelder der despotenkonten lockergemacht, die von der eu eingefroren sind, oder sind gelder von dort ins nirvana versickert????

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