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11.06.2015

14:05 Uhr

135 Haftbefehle

Polizei sieht Sicherheitslücken an deutschen Grenzen

Bei den Grenzkontrollen zum G7-Gipfel gingen den Fahndern nicht nur Protesler ins Netz. Die Gewerkschaft der Polizei will nun dauerhaft verstärkte Kontrollen – trotz des Schengen. Besonders eine Grenze sei löchrig.

Seit 30 Jahren gilt in zahlreichen europäischen Staaten das Schengener Abkommen, das es Europäern erlaubt, die Grenzen teilnehmender Staaten ohne Kontrolle zu überschreiten. dpa

Schengen-Abkommen

Seit 30 Jahren gilt in zahlreichen europäischen Staaten das Schengener Abkommen, das es Europäern erlaubt, die Grenzen teilnehmender Staaten ohne Kontrolle zu überschreiten.

BerlinDie Grenzkontrollen rund um den G7-Gipfel haben nach Ansicht der Gewerkschaft der Polizei (GdP) große Sicherheitslücken offenbart. „Das Netz der inneren Sicherheit in Deutschland wird immer großmaschiger“, sagte der GdP-Vorsitzende für die Bundespolizei, Jörg Radek.

„Besonders groß sind die Maschen zur Zeit an der deutsch-österreichischen Grenze“, fügte er hinzu. Sinnvoll wären nach Ansicht des Gewerkschafters dauerhaft verstärkte Stichproben-Kontrollen in einem 30-Meter-Radius an deutschen Außengrenzen. „Mit der aktuellen Personaldecke ist das aber nicht zu leisten, und wir haben dafür auch nicht einmal genug Fahrzeuge“, erklärte Radek.

Anlässlich des G7-Gipfels im oberbayerischen Elmau waren an den deutschen Grenzen vorübergehend wieder Kontrollen eingeführt worden, um gewalttätige Demonstranten an der Einreise zu hindern. Eigentlich sind sie mit dem Schengen-Abkommen abgeschafft worden. Die Bundespolizei erzielte bei den Kontrollen vom 26. Mai bis zum 9. Juni 1056 Fahndungstreffer und stellte 10.555 illegale Einreisen fest. 135 offene Haftbefehle wurden vollstreckt.

„Das ist doppelt so viel wie normalerweise bundesweit in diesem Zeitraum aufgegriffen wird“, erklärte der GdP-Vorsitzende. Er betonte aber: „Wir sind nicht für die Wiedereinführung von Grenzkontrollen. Die Freizügigkeit, die in Europa seit 30 Jahren herrscht, ist ein hohes Gut.“ Die für den Gipfel eingerichteten Kontrollen konnten laut Radek nur durch 12-Stunden-Schichten und eine Urlaubssperre für die gesamte Bundespolizei realisiert werden.

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Von

dpa

Kommentare (2)

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Herr Franz Paul

11.06.2015, 15:40 Uhr

Beim Blitzer-Marathon haben sie aber immer genug Fahrzeuge und Personal. Seltsam,oder?
Ich stelle fest: Die Polzei ist nicht dazu da, den Bürger zu schützen.
Sie ist dazu da, ihn zu belehren, zu maßregeln, und ihn im Idealfall auszuplündern.

Herr walter danielis

11.06.2015, 19:55 Uhr

Welche Überraschung! Wer hätte das gedacht?

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