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13.08.2011

10:00 Uhr

2,5 Millionen Arbeitslose

Berlin rechnet mit Job-Boom

Die Bundesregierung rechnet angesichts der Konjunkturentwicklung mit einem mehrjährigen Boom auf dem Arbeitsmarkt. 2015 sollen nur noch 2,5 Millionen Menschen arbeitslos sein, so die Prognose des Bundes.

Arbeitsvermittler in Frankfurt am Main. Der Bund rechnet in den kommenden Jahren mit einem anhaltenden Job-Boom. Quelle: ap

Arbeitsvermittler in Frankfurt am Main. Der Bund rechnet in den kommenden Jahren mit einem anhaltenden Job-Boom.

BerlinWie die „Bild“-Zeitung berichtet, erwartet die Bundesregierung in den kommenden vier Jahren ein Rückgang der Arbeitslosigkeit um gut 400.000. Das gehe aus dem neuen Finanzplan des Bundes hervor. Demnach rechnet die Regierung für 2015 im Jahresdurchschnitt nur noch mit 2,5 Millionen Arbeitslosen. Das entspreche einer Quote von sechs Prozent.

Für 2011 erwartet die Bundesregierung im Durchschnitt 2,92 Millionen Erwerbslose. Angesichts der positiven Entwicklung soll die Bundesagentur für Arbeit (BA) ab kommendem Jahr kein Darlehen des Bundes mehr erhalten, heißt es im Finanzplan.

Für dieses Jahr erwarte die Bundesregierung im Durchschnitt 2,92 Millionen Erwerbslose.

Die Regierung erwarte zudem, dass die Löhne der Arbeitnehmer bis 2015 jährlich um durchschnittlich 2,5 Prozent steigen. Die Vermögen und Gewinne der Unternehmen könnten sogar im Durchschnitt um 4,5 Prozent zulegen.

Kommentare (5)

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Island

13.08.2011, 12:01 Uhr

Es wäre so schön wenn es wahr werden würde. Wir sind aber auch durch den Beitritt im Euroraum eine sehr offene Exportorientierte Volkswirtschaft. Die Binnenkonjunktur (73 Millionen Deutsche) kann durch den Euro nicht seine Funktion erfüllen, weil die Exporterlöse im Euroraum angelegt werden und nicht in der Bundesrepublik Deutschland (1000 Mrd. Euro).

Derzeit erleben wir aber im Klub der Verlierer (EU) eine notwendige wirtschaftliche Korrektur. Die aufgeblähten Volkswirtschaften in Spanien und Griechenland schrumpfen schon die anderen größeren Volkswirtschaften wie Italien werden folgen.

Die außenwirtschaftliche Bedeutung des Euroraums schrumpft zwar weiter aber noch gehört dieser Wirtschaftsraum zu den wichtigen Märkten.

Deswegen wird der außenwirtschaftliche Impuls für unsere Volkswirtschaft aus dieser Region deutlich geringer und damit auch unsere Wachstumsaussichten.


Account gelöscht!

13.08.2011, 12:17 Uhr

Berlin rechnet?! Berlin erwartet?! Berlin geht davon aus?!
Wer übernimmt dann die Verantwortung für die Rechnungen und Erwartungen? Die Antwort ist doch klar,
Niemand!

HRudolf

13.08.2011, 12:33 Uhr

Leider steht einem Jobboom die Bundesregierung, Gesetzgebung und Bürokratie selbst entgegen. Beispiel: Als ehemaliger Diplomat und Wirtschaftsexperte habe ich nach frühzeitiger Kündigung u.a. als Freelancer für internationale Wirtschaftsfragen Geld verdient.

Nun beantragte ich "vorgezogene Altersrente", da ich meinen Analysen mehr traue, als dem Finanzsystem oder Rentenversprechen. Der "Haken": ich darf bis zum 65. zu 750 Euro Rente höchstens 400 Euro monatlich hinzuverdienen (was durch Mieteinnahmen bereits abgedeckelt ist), d.h. soll bis 65 warten, um dann umso heftiger wieder zu arbeiten. Es ist nicht vorgesehen, dass auch gut verdienende Menschen aus diversen Gründen geringe Renten haben könnten.

Antwort aus dem Bundestag: "man kann nicht alle Einzelfälle abdecken". Nein, kann man nicht, doch zeigt dies, wenn man jede Lebensvariante durch Gesetze regelt, man mehr Probleme schaft, als löst. Nur schade, dass es keine liberale Partei mehr gibt, die dies ändern kann oder will. Als Ersatz werden auch wir irgendwann ein Polit-Proletariat à la Tea Party bekommen.

Einzelfälle? Mein Geschäftspartner in Asien, dem (wie mir) durch EU-Sanktionen das jeweilige Geschäftsfeld ruiniert wurde) hat die Konsequenzen gezogen und lebt nun von Hartz IV, ebenso ein ehem. Universitätsprofessor, den man an die "Leine" legte.

Fazit: Weniger Perfektionismus, Regelungen, widersprüchliche Gesetze und Bürokratie für Deutschland, dann gäbe es den Job-Boom automatisch. Eine weitere Welt-Finanzkrise - an der halbwissende Politiker nachhaltig und vielleicht erfolgreich arbeiten - und der Artikel über einen Job-Boom 2015 erübrigt sich.

Ich darf bis 2013 keine weiteren Artikel veröffentlichen, da mir dann die Rente gekürzt würde. Tragisch für meine alten Leser, denn die ich hatte im Herbst 2007 (!) vor dem Risiko einer weltweiten Finanzkrise gewarnt - noch vor George Soros. Zumindest kann der unsere Regierung im Handelsblatt (wahrscheinlich berechtigt) kritisieren.

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