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11.11.2014

13:35 Uhr

2015

Stromkosten für acht Millionen Haushalte sinken

Sinkende Preise an der Leipziger Strombörse und eine geringere Ökostromumlage sorgen bei etwa acht Millionen Haushalten in Deutschland für fallende Strompreise. Die Zahl könnte sogar noch steigen.

Für etwa acht Millionen Haushalte soll 2015 der Strompreis sinken. dpa

Für etwa acht Millionen Haushalte soll 2015 der Strompreis sinken.

MünchenRund acht Millionen Haushalte in Deutschland können sich auf fallende Strompreise im kommenden Jahr freuen. Wie das Vergleichsportal Check24.de am Dienstag in München mitteilte, kündigten bereits 33 Energieversorger an, zum 1. Januar den Strompreis in der Grundversorgung zu senken. Da die Frist zur Veröffentlichung der neuen Preise erst kommenden Montag ablaufe, könnten noch weitere Strompreissenkungen folgen.

Laut Check24.de halten sich die Preissenkungen allerdings in Grenzen. So falle die Rechnung für einen Vier-Personen-Haushalt bei einem Verbrauch von 5000 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr im Durchschnitt um 2,4 Prozent oder 35 Euro niedriger aus.

Verantwortlich für die Preissenkungen seien unter anderem die um rund zehn Prozent niedrigeren Beschaffungspreise an der Leipziger Strombörse, erklärte die Energieexpertin des Vergleichsportals, Isabel Wendorff. Zudem sinke im nächsten Jahr auch die Ökostromumlage. Einige Versorger könnten so offenbar die gestiegenen Netzentgelte ausgleichen oder sogar überkompensieren.

Gasspeicher in Deutschland

Gasspeicher in Deutschland

Nach Angaben des Branchenverbands BDEW gibt es 50 deutsche Untertage-Gasspeicher an 40 Standorten. Diese können knapp 23 Milliarden Kubikmeter Gas aufnehmen. Das entspreche mehr als einem Viertel der in Deutschland im Jahr 2012 verbrauchten Erdgasmenge. Die größten Gasspeicher im Überblick.
(Quelle: Unternehmen / Gas Infrastructure Europe)

Rehden (Niedersachsen)

Betreiber: Astora (Gazprom-Tochter)

Kapazität: 4,2 Milliarden Kubikmeter

Epe (Niedersachsen)

Betreiber: E.on Gas Storage

Kapazität: 1,5 Milliarden Kubikmeter

Bierwang Unterreit (Bayern)

Betreiber: E.on Gas Storage

Kapazität: 1,4 Milliarden Kubikmeter

Bad Lauchstädt (Sachsen-Anhalt)

Betreiber: VNG Gasspeicher

Kapazität: 1,1 Milliarden Kubikmeter

Huntorf / Nüttermoor (Niedersachsen)

Betreiber: EWE Gasspeicher

Kapazität: 1,07 Milliarden Kubikmeter

Bernburg (Sachsen-Anhalt)

Betreiber: VNG Gasspeicher

Kapazität: 1,03 Milliarden Kubikmeter

Etzel (Niedersachsen)

Betreiber: E.on Gas Storage

Kapazität: 1,03 Milliarden Kubikmeter

Die Gaspreise sinken 2015 laut Check24.de nur bei wenigen Grundversorgern. Bislang verkündeten demnach sechs Gasversorger günstigere Preise für das nächste Jahr, wovon knapp 350.000 Haushalte profitieren. Ein Vier-Personen-Haushalt mit einem Gasverbrauch von 20.000 kWh werde dadurch um rund 85 Euro oder 5,2 Prozent entlastet, teilte das Vergleichsportal mit.

Von

afp

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

11.11.2014, 13:54 Uhr

Soso...wieder einmal so ein Propagandaartikel der Erneuerbaren Energie Abzocker am deutschen Stromverbraucher. 2015 sinken die Stromkosten...dafür erhöhen sich aber die Netzentgelte durch den EE-Stromleitungsausbau. In Summe wird der deutsche Bürger über das perfide und asoziale EEG weiter belastet und abgezockt. Energiewende/EEG = Mangel und dann kommt die Armut!

Account gelöscht!

11.11.2014, 15:51 Uhr

Das Argument der sinkenden Strompreis an der Stromböre hätten seit Jahren bereits zu sinkenden Strompreisen für den Endverbraucher führen müssen - haben sie aber nicht.

Herr Manfred Zimmer

11.11.2014, 19:36 Uhr

Richtig!

Steigende Stromkosten führen zu fallenden Ausgleichszahlungen nach dem EEG-Gesetz, die vornehmlich von den privaten Haushalten zu tragen sind.

Fallende Stromkosten, was in diesem Artikel unterstellt wird, führt unter Anwendung dieses Prinzips - für das übrigens der forschungspolitische Sprecher der GRÜNEN, Herr Fell, verantwortlich zeichnet - zu höheren Zuschüssen für die Stromproduzenten nach dem EEG-Gesetz.

Sollten die Stromkosten an der Leipziger Strombörse tatsächlich fallen, müssen sich die Verbraucher nicht auf fallende sondern steigende Stromkosten einstellen.

Es ist an der Zeit, dass die Verbraucher, die Wähler bald bestimmen, was Sache ist und nicht korrupte Abgeordnete.

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