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07.11.2014

20:03 Uhr

25 Jahre Mauerfall

Gorbatschow stolz auf deutsche Entwicklung

Der ehemalige sowjetische Staats- und Parteichef Michail Gorbatschow auäßerte sich 25 Jahre nach dem Mauerfall „stolz“ über die Entwicklung Deutschlands. Er hofft weiter auf ein gutes deutsch-russisches Verhältnis.

Mit Blick auf das heutige Verhältnis zwischen Russland und dem Westen forderte Gorbatschow die Länder auf, ihre Spannungen in den Griff zu kriegen. dpa

Mit Blick auf das heutige Verhältnis zwischen Russland und dem Westen forderte Gorbatschow die Länder auf, ihre Spannungen in den Griff zu kriegen.

Berlin25 Jahre nach dem Mauerfall hat sich der ehemalige sowjetische Staats- und Parteichef Michail Gorbatschow mit Freude über die Entwicklung Deutschlands geäußert. „Ich bin auch stolz darauf, dass ich ein bisschen etwas beigetragen habe dazu, dass wir heute so leben, wie wir leben“, sagte der 83-Jährige am Freitag in Berlin. Bei einem Besuch am früheren alliierten Grenzübergang Checkpoint Charlie beglückwünschte er die Bürger der Hauptstadt: 1966 sei er erstmals in Berlin gewesen und habe „eine finstere, zerstörte Stadt“ erlebt - heute sehe er, wie schön Berlin geworden sei.

Mitte der 1980er Jahre hatte der Chef der Führungsmacht des Ostblocks mit seiner Politik von Glasnost (Offenheit) und Perestroika (Umgestaltung) den historischen Wandel eingeleitet.

Mit Blick auf das heutige Verhältnis zwischen Russland und dem Westen forderte Gorbatschow die Länder auf, ihre Spannungen in den Griff zu kriegen. Die Geschichte lehre, dass ein gutes deutsch-russisches Verhältnis für alle Länder gut sei - nicht nur für die beiden betroffenen Völker.

Seine kurze Rede hielt „Gorbi“ neben einem Überrest der Berliner Mauer. Er verewigte seine Handabdrücke auf einer daraufgeschraubten Gipsplatte. Zur berühmten Aufforderung des damaligen US-Präsidenten und früheren Film-Darstellers Ronald Reagan an ihn „Tear down this Wall!“ („Reißen sie diese Mauer nieder!“) sagte Gorbatschow: „Ehrlich gesagt haben wir das gar nicht so ernst genommen, schließlich ist er ein Schauspieler.“ Vielmehr habe die sowjetische Führung den Mauerfall zugelassen, weil sie gesehen habe, dass „Deutschland so weit war“.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Wolfgang Böhm

07.11.2014, 20:53 Uhr

Da macht der verehrte Herr Gorbatschow wohl ein wenig Public Relations für seinen Präsidenten Putin. Was die Sowjetunion damals davon abgehalten hat die friedliche Revolution in der DDR mit Panzern platt zu machen werden wir wohl nie erfahren- schade!

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