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29.02.2012

11:01 Uhr

3,11 Millionen

Arbeitslosigkeit so niedrig wie seit 21 Jahren nicht mehr

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Februar um 26.000 auf 3,11 Millionen gestiegen. Das ist die geringste Arbeitslosigkeit in einem Februar seit 21 Jahren.

Ein Arbeiter poliert einen Schiffsantrieb. Der deutsche Arbeitsmarkt präsentiert sich in guter Verfassung. dpa

Ein Arbeiter poliert einen Schiffsantrieb. Der deutsche Arbeitsmarkt präsentiert sich in guter Verfassung.

NürnbergDer klirrend kalte Wintereinbruch im Februar hat die Situation auf dem Jobmarkt nur leicht verschlechtert - denn vielerorts musste die Arbeit etwa auf dem Bau oder in Gärtnereien ruhen. Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist wie für die Jahreszeit üblich nur geringfügig auf 3,11 Millionen gestiegen. Das seien 26.000 mehr gewesen als im Januar, aber 203.000 weniger als vor einem Jahr, teilte die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Mittwoch in Nürnberg mit. Das ist die geringste Arbeitslosigkeit in einem Februar seit 21 Jahren.

Wer bekommt wie viel?

Oberarzt

5 202 Euro - Beamter, 48 Jahre, A15, Stufe 6

Professor

4 230 Euro - Beamter, W2, wohnhaft in Hessen, aktueller Stand

Polizeimeisterin

2 329 Euro - Beamte, 29 Jahre, A7

Unteroffizier

1 937 Euro - Beamter, 26 Jahre, einfacher Dienst, A5, Stufe 3

Arzt

4 281 Euro - Angestellter im öffentlichen Dienst, tätig an einem Universitätsklinkum, 34 Jahre, mit Berufserfahrung

Lehrer

3 537 Euro - Angestellter im öffentlichen Dienst, an einem Gymnasium tätig, 32 Jahre, mit Berufserfahrung

Krankenschwester

2 426 Euro - Angestellte im öffentlichen Dienst, 27 Jahre, mit Berufserfahrung

Müllerwerkerin

2 093 Euro - Angestellte im öffentlichen Dienst, 45 Jahre, mit Berufserfahrung

Die Arbeitslosenquote stieg im Monatsvergleich um 0,1 Prozentpunkte auf 7,4 Prozent. „Die Arbeitslosigkeit ist allein aufgrund des frostigen Winterwetters gestiegen“, sagte BA-Vorstandschef Frank-Jürgen Weise. Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hätten weiter deutlich zugenommen, sagte Weise über diese wichtigen Indikatoren.

„Der Arbeitsmarkt zeigt sich in der aktuellen konjunkturellen Schwächephase robust“, sagte BA-Vorstandschef Frank-Jürgen Weise. Unter Herausrechnung der jahreszeitlichen Schwankungen blieb die Arbeitslosenzahl nach BA-Berechnungen unverändert. Von Reuters befragte Banken-Volkswirte hatten einen weiteren saisonbereinigten Rückgang um 5000 erwartet.

Viele Tarifverdienste unter Mindestlohnniveau

Konditoren

Im Konditorenhandwerk in Bayern etwa beginnt der Tarifverdienst bei 5,26 Euro je Stunde.

Fleischer

Auch Fleischer in Sachsen (6,00 Euro je Stunde).

Gärtner

Gärtner in Brandenburg (6,46).

Hotelbeschäftigte

Mitarbeiter im Hotel- und Gaststättengewerbe (6,29) erhalten bisweilen weniger als 6,50 Euro je Stunde.

Bäcker-Fachkräfte

Der tarifliche Anfangsverdienst für Bäcker- und Konditorengesellen liege in Mecklenburg-Vorpommern bei 6,97 Euro.

Friseur-Gesellen

Beschäftigte mit bestandener Gesellenprüfung im Friseurhandwerk Schleswig-Holstein bekommen 7,00 Euro.

Baubranche

Derzeit gelten in Deutschland in zehn Branchen - darunter vier Baubranchen - allgemeinverbindliche Mindestlöhne. Diese reichen von 6,53 bis 11,53 Euro je Stunde.

Wäschereien, Sicherheitsgewerbe, Pflegebranche

Nach den Daten des Bundesamtes liegt der Mindestlohn im früheren Bundesgebiet bei Wäschereidienstleistungen und größtenteils im Wach- und Sicherheitsgewerbe bei weniger als 8,00 Euro je Stunde. In den neuen Ländern werden 8,00 Euro des Weiteren bei der Gebäudereinigung und in der Pflegebranche unterschritten.

Die Zahl der Erwerbstätigen war nach den jüngsten Daten vom Januar binnen Jahresfrist um 611.000 auf 41,09 Millionen gestiegen. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag im Dezember bei 28,75 Millionen, was einem Zuwachs von 718.000 im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht. Diese regulären Stellen entstanden laut BA in allen Bundesländern und in den meisten Branchen, vor allem dem verarbeitenden Gewerbe, den wirtschaftlichen Dienstleistungen sowie dem Gesundheits- und Sozialwesen.

Im Februar wurden rund 473.000 Mitarbeiter gesucht, das sind 56.000 mehr als im Vorjahr. Besonders gefragt sind nach BA-Informationen derzeit Fachleute für Mechatronik, Elektro, Metall, Maschinen- und Fahrzeugbau, Logistik sowie Gesundheit.

Dass der Anstieg der Arbeitslosenzahl in erster Linie dem Wetter geschuldet ist, zeigt auch der saisonbereinigte Wert: Er lag im Februar unverändert bei 2,866 Millionen. Dabei gab es allerdings regionale Unterschiede: Im Westen nahm die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Erwerbslosenzahl im Vergleich zum Vormonat um 7000 zu, im Osten hingegen um 7000 ab.

Kommentare (30)

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Account gelöscht!

29.02.2012, 10:16 Uhr

Lüge, Lüge, Lüge.
Ich mag's gar nicht mehr begründen, das ist hier schon tausendmal gemacht worden

Pervertiertes_Wirtschaftssystem

29.02.2012, 10:19 Uhr

Wieviel Arbeitslose sind es wirklich?
5, 6, 7 Millionen perspektivlose, zu Unrecht aussortierte Menschen, die einen sicheren Vollzeitarbeitsplatz suchen, von dem Sie ohne staatliche Zuschüsse leben können.
Bitte die WAHRHEIT, keine mafiösen Statistikfälschungen, vielen Dank!

Account gelöscht!

29.02.2012, 10:21 Uhr

DonSarkasmo hat schon alles gesagt. Unterschreibe ich sofort!

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